NORDLICHTER IN DER RUSSISCHEN ARKTIS: MOSKAU – MURMANSK – ST.PETERSBURG

9 TAGE /  8 NÄCHTE

  • TAG 1 FREITAG / MOSKAU (ANKUNFT)

    • Ankunft in Moskau
    • Orientierungstour (nur bei Ankunft von 14:00)
    • Transfer zum Hotel
    • Unterbringung

    Option: Abendessen im Hotel

  • TAG 2 SAMSTAG / MOSKAU

    • Frühstück im Hotel
    • Die ganze Panoramatour Moskau
    • Besuch der lokalen Markthalle*
    • Stopp für einen Shot mit dem echten russischen Wodka
    • Am Nachmittag: Besuch des Kreml-Geländes (Eintritt inbegriffen) mit seinen Kathedralen*
    • Besuch der Christus-Erlöser Kathedrale*
    • Besuch der Moskauer Metro*
    • Abendessen im Hotel

    Option:

    Moskau bei Nacht

  • TAG 3 SONNTAG / MOSKAU - MURMANSK

    • Frühstück im Hotel
    • Stadtrundgang durch das historische Zentrum, Viertel Roter Platz
    • Außenansicht der Basilius-Kathedrale
    • Transfer zum Flughafen
    • Flüge nach Murmansk (nicht in den Preis enthalten)
    • Ankunft in Murmansk
    • Transfer zum Hotel
    • Unterbringung

    Option: Abendessen im Hotel

  • TAG 4 MONTAG / MURMANSK

    • Frühstück im Hotel
    • Panorama Tour Murmansk
    • Besuch des Regionalmuseums (Heimatmuseums)*
    • Mittagessen
    • Besuch des Atomeisbrechers “Lenin”*
    • Freier späten Nachmittag

    Option: Besuch der Ozeanarium Murmansk*

    • Abendessen im Hotel
    • Das Polarlicht im Visier mit einem Schuss von echtem russischem Wodka
  • TAG 6 MITTWOCH / KIROWSK – MURMANSK – SANKT-PETERSBURG

    • Frühstück im Hotel
    • Mit dem Schneemobil durch das Chibinen Gebirge (2 St.)
    • Rückkehr nach Kirowsk
    • Mittagessen
    • Abreise nach Murmansk
    • Transfer zum Flughafen
    • Flüge nach Sankt-Petersburg (nicht in den Preis enthalten)
    • Ankunft in Sankt-Petersburg
    • Transfer zum Hotel
    • Unterbringung

    Abendessen im Hotel (oder Picknick, hängt von der Zeit der Ankunft ab

  • TAG 6 / SAMSTAG: MOSKAU DEN GANZEN TAG

    • Frühstück im Hotel
    • Besuch des Kreml-Geländes mit seinen Kathedralen (Eintritt inbegriffen) *
    • Am Nachmittag: Besuch der Christus-Erlöser-Kathedrale*
    • Kurzer Besuch des Stadtteils Roter Oktober
    • Kurzer Besuch in Samoskworetschje
    • Besuch der Tretjakow-Galerie*
  • TAG 7 DONNERSTAG / SANKT-PETERSBURG

    • Frühstück im Hotel
    • Die ganze Panoramatour St. Petersburg
    • Kurzer Spaziergang durch das Dostojewski Viertel
    • Besuch der Kuznetschny Lebensmittel-Markthalle*
    • Besuch der St.-Wladimir-Kirche*
    • Am Nachmittag: Besuch der Peter-und-Paul-Festunganlage und ihre Kathedrale*, wo sich die Grabstätten aller Zaren der Romanov-Dynastie befinden (Eintritt inbegriffen)
    • Außenansicht des Hauses von Peter dem Großen
    • Außenansicht des Panzerkreuzers Aurora
    • Kurzer Spaziergang auf dem Newskij Prospekt mit dem Reiseleiter
    • Besuch der Kasaner Kathedrale*
    • Abendessen im Hotel
  • TAG 8 FREITAG / SANKT-PETERSBURG

    • Frühstück im Hotel
    • Kurzer Spaziergang durch das Palastviertel
    • Besuch der Eremitage*
    • Am Nachmittag: Ausflug nach Puschkin mit Besichtigung des Katharinen Palastes mit dem berühmtesten Bernsteinzimmer* und des dazugehörigen Parks
    • Besuch des Pawlowsk Parks

    Option: Kurze Troika Reit (Entsprechend dem Wetterbericht und der Schneehöhe)

    • Rückkehr nach Sankt-Petersburg
    • Abendessen im Hotel

    Option: Abschied Abendessen im Podvorie mit Wodka und Wein und mit Folkloreaufführung

  • TAG 9 SAMSTAG / SANKT-PETERSBURG (ABREISE)

    • Frühstück im Hotel
    • Transfer zum Flughafen

    Option: hängt von der Zeit der Abreise ab nach 16 Uhr:

    Besuch in der Dreifaltigkeitskathedrale und partielle Aufnahme auf die orthodoxe Messe*

    Besuch in der Isaakkathedrale und besuch der Kuppel der Isaakkathedrale*

    Besuch in der Auferstehungskirche*

DETAILED PROGRAM

TAG 1 FREITAG / MOSKAU (ANKUNFT)

Ankunft in Moskau.

Orientierungstour (nach der Ankunftszeit bis 14 Uhr). Lebendig, modern und „ach-so-modebewusst“ konkurriert die russische Hauptstadt mit den weltweit besten Kulturdestinationen. Die blühende Metropole ist Heimat des berühmten Bolschoi-Theaters und des beeindruckenden Kremls. Theater, Konzerthallen, schöne Geschäfte, angesagte Restaurants und trendy Clubs gibt es im Überfluss an der Moskwa.

Moskau ist die größte russische und europäische Stadt mit mehr als 12 Millionen Einwohnern. Seit dem 15. Jahrhundert ist es die Hauptstadt Russlands, mit Ausnahme der Jahre von 1712 bis 1918, in denen St. Petersburg Hauptstadt gewesen ist. Moskau wurde im 12. Jahrhundert gegründet und der Kreml als Hauptbefestigungsanlage 1156 erbaut. Die Stadt gewann rasch an Bedeutung, und das Großfürstentum Moskau wurde zum wichtigsten aller Fürstentümer in Zentralrussland – bis zu dem Zeitpunkt, als Ivan III, Großfürst von Moskau, die meisten dieser Staaten unter seiner Kontrolle vereinte. Er befreite Zentralrussland von den Mongolen und Tataren, vergrößerte den russischen Staat und wurde Großfürst von Rus genannt, mit Moskau als Hauptstand. Die Stadt wurde im Laufe ihrer Geschichte mehrmals von Invasoren zerstört: Mongolen, Krimtataren, Polen und Schweden haben die Stadt besetzt und selbst Napoleon blieb sechs Wochen, bevor er im Winter seinen katastrophalen Rückzug antrat. Im Zweiten Weltkrieg wurden die deutschen Armeen nur 20 Kilometer vor Moskau gestoppt. Diese Ereignisse haben das Stadtbild und die Architektur Moskaus geprägt, sodass die Stadt äußerst vielfältig ist: mittelalterliche Festungen stehen neben stalinistischen Wolkenkratzern, schöne barocke und neoklassische Kirchen neben Jugendstilgebäuden. Moskau ist heute ein großes Kultur- und Kunstzentrum mit etlichen Denkmälern auf der UNESCO Weltkulturerbe-Liste, vielen erstklassigen Museen und Theatern, die zu den besten der Welt zählen. Moskau ist eine dynamische, sich ständig verändernde Stadt, die sich in den letzten Jahren als touristische Destination neu erfunden hat.

Transfer zum Hotel.

Unterbringung.

Option: Abendessen im Hotel.

TAG 2 SAMSTAG/ MOSKAU

Frühstück im Hotel.

Die ganze Panoramatour Moskau. Diese Tour ist ideal, um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen – einschließlich des historischen Zentrums und der wichtigsten Monumente. Wir laufen die breiten Alleen und die berühmte Twerskaja-Straße entlang auf die Sperlingsberge – die beeindruckende Lomonossow-Universität, einer der zahlreichen, in der Stadt verstreuten Wolkenkratzer aus der Ära Stalins, immer im Blick. Von den Sperlingsbergen aus kann man das eindrucksvolle Panorama der Stadt bewundern; es folgen ein Besuch des Sieg Parks und ein Stopp vor dem Nowodewitschi-Kloster mit seinem See, Tschaikowskys Inspiration zum Schwanensee. Am Ufer der Moskwa nähern wir uns dem historischen Zentrum bis fast zum Weißen Haus, dem Regierungsgebäude der Russischen Föderation. Wir werden auch die Arbat Straße passieren, eine belebte Fußgängerstraße mit dem Spitznamen „Moskauer Montmartre“ – sogenannt wegen der zahlreichen Künstler, die einst in der Gegend lebten und wegen der Maler, die heute die Straße bevölkern. Wir kommen an der Christ-Erlöser-Kathedrale vorbei, am Parlamentsgebäude (Duma), am Bolschoi-Theater und sehen schließlich die imposante Fassade des Lubjanka, Sitz des KGB. Wir gehen weiter durch die Gassen des alten Kaufmannsviertels Kitai-Gorod mit seinen zahlreichen kleinen Kirchen bis hin zum Roten Platz, zweifellos einer der schönsten Plätze der Welt und von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Er erhielt den Namen Rot oder „Krasnaja“ auf Russisch, da dieses im Altrussischen das Synonym für „schön“ war. Heute wird der Platz vom Russischen Historischen Museum, vom Kreml und von der Basilius-Kathedrale mit ihren wunderschönen Zwiebeltürmen, gebaut im Auftrag von Ivan dem Schrecklichen, gesäumt. Der Rote Platz ist auch die Heimat des Lenin Mausoleums und, an mehreren Feiertagen im Jahr, Schauplatz von Paraden der russischen Armee.

Besuch der lokalen Markthalle.

Stopp für einen Shot mit dem echten russischen Wodka.

Besuch des Kreml-Geländes mit seinen Kathedralen. Das Wort „Kreml“ bedeutet Festung auf Russisch, und im Alten Russland hatte jede wichtige Stadt eine Festung, die von einer Mauer umgeben war, um die die wichtigsten Gebäude, Kirchen und Kathedralen schützen. Die Moskauer Festung, die Wiege der Stadt, war die Hauptfestung des Landes und ist von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet worden. Im 12. Jahrhundert erbaut, erhielt sie ihre heutige Form jedoch erst im 15. Jahrhundert. Sie ist ein hervorragendes Beispiel für die verschiedenen Stadien russischer Kunst, ein einziges monumentales Zentrum künstlerischer Architektur, Malerei und Dekoration. Die besten Handwerker und Künstler arbeiteten an den Kirchen, Kathedralen und Palästen und hinterließen unbezahlbare Werke – sie legten hier den Grundstein für die Macht und den Ruhm Russlands. Der Kreml ist auch heute noch Sitz einiger der wichtigsten politischen und religiösen Behörden: der Präsidentenpalast, verschiedene administrative und militärische Bauten wie der Senat und die Rüstkammer sowie zahlreiche Kirchen und Kathedralen liegen hier. Seine Mauern sind 19 Meter hoch und 2.235 Meter lang; sie bestehen aus 8 kg schweren Ziegeln und ragen über der Moskwa und dem Roten Platz empor. Im Kreml besichtigen wir die große „Zarenglocke“, die 1733 geschmiedet wurde, und die „Zarenkanone“, eine der größten Kanonen der Welt. Sie wurde 1586 von Andrew Tschochow geschmiedet und diente der Verteidigung des Spasskaya Turms. Glücklicherweise wurde sie aber niemals benutzt. Der Domplatz ist ein architektonisches Juwel, flankiert von der Verklärungskathedrale, der Verkündigungskathedrale und der Erzengel-Michael-Kathedrale.

Besuch der Christus-Erlöser-Kathedrale. Diese imposante Kathedrale ist die größte orthodoxe Kathedrale, die jemals gebaut wurde. Als Symbol des russischen Sieges über Napoleon wurde der Bau zeitgleich mit der Krönung von Alexander III im Jahr 1883 abgeschlossen. Der Stil tendiert zur neoklassischen Richtung, trotz der neobyzantinischen Pläne. In der überwiegend aus Carrara-Marmor bestehenden Inneneinrichtung werden Gemälde der packenden Kämpfe zwischen russischen und napoleonischen Truppen gezeigt. Im Jahre 1931 befahl Stalin, die Kathedrale zum größten Gebäude der Welt umzubauen, dem Sowjetpalast. Das Projekt wurde aber schnell wegen einer Überschwemmung der Moskwa aufgegeben, so dass der größte Pool der Welt im Loch der Baustelle entstand. Nach dem Sturz des kommunistischen Regimes wurde die Kathedrale nach ihren Originalplänen wiederaufgebaut. Die Einweihung fand im Jahr 2000 statt, zusammen mit der Heiligsprechung des letzten Zaren und seiner Familie, die während der bolschewistischen Revolution getötet wurden.

Besuch der Moskauer Metro. Die Moskauer Metro gilt als „Volkspalast“, eröffnet wurde sie am 15. Mai 1935 von der sowjetischen Regierung als Symbol für die technologischen und industriellen Fähigkeiten des politischen Systems. Die wichtigsten Künstler jener Zeit beteiligten sich an ihrer Gestaltung. Die Materialien wurden als Zeichen der Vereinigung des sowjetischen Volkes aus allen Ecken des Landes herantransportiert. Heute ist die Metro mit ihren 200 km langen Schienen und 145 Stationen immer noch Hauptverkehrsader der Stadt und sogar eine der wichtigsten weltweit. Wir werden die schönsten und luxuriösesten Stationen besuchen: Mehr als 20 Arten von Marmor, Granit und Onyx sowie Gemälde, Majolika, Glas, Wandmalereien, Mosaiken u.v.m. wurden verarbeitet.

Rückkehr nach Hotel mit der Metro.

Abendessen im Hotel.

Option:

Moskau bei Nacht. Die Hauptstadt verwandelt sich nach Sonnenuntergang und bietet einen absolut anderen Anblick als bei Tag: Eine umwerfende, erst kürzlich installierte Beleuchtung macht die massiven und imposanten stalinistischen Fassaden noch sehenswerter, während die prächtigen orthodoxen Kirchen funkeln. Die Ufer der Moskwa bieten eine andere Sicht der Stadt, die so nur nach Sonnenuntergang entdeckt werden kann.

TAG 3 SONNTAG / MOSKAU – MURMANSK

Frühstück im Hotel.

Stadtrundgang durch das historische Zentrum, Viertel Roter Platz. Wir beginnen unsere Tour am Manege-Platz, dem früheren Gelände der kaiserlichen Stallungen und des alten Viehmarktes. Wir passieren den russischen „Kilometer Null“ und setzen unseren Rundgang fort, unterwegs bewundern wir die Jugendstil-Fassaden der luxuriösen Hotels National und Metropol sowie des Parlamentsgebäudes (Duma). Wir halten vor dem Bolschoi-Theater und dem beeindruckenden Sitz des KGB, Lubjanka. Wir werden durch die Gassen der alten Kaufmannsviertel von Kitai-Gorod schlendern, Heimat zahlreicher kleinerer Kirchen, darunter die Kathedrale der Maria von Kasan und die Epiphanien-Kathedrale zu Jelochowo. Als nächstes sehen wir das GUM, ein berühmtes historisches Warenhaus, das in einen wahren Luxustempel verwandelt wurde. Anschließend geht es weiter zum Roten Platz, UNESCO-Weltkulturerbe und zweifellos einer der schönsten Plätze der Welt. Der Platz erhielt den Namen Rot bzw. „Krasnaja“ auf Russisch, weil dies im Altrussischen das Synonym für „schön“ war. Heute ist der Platz umgeben vom berühmten Staatlichen Historischen Museum, dem Kreml sowie der Basilius-Kathedrale mit ihren legendären Zwiebeltürmen, gebaut im Auftrag von Ivan dem Schrecklichen. Der Rote Platz ist auch Heimat des Lenin Mausoleums und mehrmals im Jahr Schauplatz von Paraden der Russischen Armee. Entlang der Kremlmauern spazieren wir zum Alexandergarten, dem ältesten Garten in Moskau, und zum Grab des Unbekannten Soldaten mit der Ewigen Flamme.

Außenansicht der Basilius-Kathedrale. Dieses architektonische Meisterstück gilt als eines der Hauptsymbole Moskaus. Die ganze Gebäudegruppe ist sorgfältig angelegt und hat die Form eines griechischen Kreuzes. Dieses Kreuz orientiert sich an der zentralen Kirche und an vier Kapellen, die die vier Himmelsrichtungen darstellen, zwischen denen vier weitere kleinere Kapellen stehen. Die zentrale Kirche ist 57 Meter hoch und wird von einem zeltförmigen Dach überragt, die spektakulären Zwiebelturmkuppeln werden von einem großen vergoldeten Kreuz gekrönt. Die Kathedrale wurde im Auftrag von Ivan dem Schrecklichen zwischen 1555 und 1561 gebaut. Gewidmet ist sie seinen Siegen über die Goldene Horde. Nach langer Belagerung übernahm der Zar hier am 1. Oktober 1552 nach 300 Jahren Besetzung durch die Tataren die Stadt Kasan, am selben Tag fand die orthodoxe Feier der Fürbitte statt. Der Kirchenname erinnert an dieses Ereignis: Die Kirche der Fürbitte der Heiligen Jungfrau Maria bekam den Namen „Basilius“ nach dem Bau einer 10. Kapelle auf dem Grab von Vasili (Basilius). Vasili war ein einfacher Mensch, der 1580 heiliggesprochen wurde. Er widmete sein Leben den armen Leuten und war sehr beliebt in Moskau, hat aber auch den Sieg Ivans des Schrecklichen vorausgesagt. Die Legende sagt, dass Ivan der Schreckliche so beeindruckt von der Kathedrale war, dass er befahl, den Architekten zu blenden – nur um sicherzustellen, dass dieser nicht in der Lage sein würde, ein zweites, ähnliches Bauwerk zu errichten.

Transfer zum Flughafen.

Flüge nach Murmansk (nicht in den Preis enthalten).

Ankunft in Murmansk.

Die Russische Arktis. Die Russische Arktis und insbesondere die Halbinsel Kola sind so aufregend weit abgelegen, dass nur sehr wenige Besucher hierher kommen. In der Sowjet-Ära, in der der Grundstein für die bis heute andauernde Entwicklung der Region zu einem bedeutenden Bergbau- und Militärzentrum gelegt wurde, war das Gebiet weitgehend abgeschirmt. Erst vor kurzem ist es für den Tourismus geöffnet worden und so hat es zweifellos noch einigen “Nachholbedarf”: die Infrastruktur ist veraltet und teilweise in schlechtem Zustand und der Tourismus beginnt erst, sich zu entwickeln. So liegt der Hotelstandard noch unter dem sonst üblichen Niveau in Russland… Besucher sollten sich dessen bewusst sein und ihre Erwartungshaltung entsprechend anpassen. Die herrliche Natur und ihre unendliche Weite werden sie gewiss dafür entschädigen.

Murmansk. Über Murmansk führt der am leichtesten zugänglichen Weg zur Russischen Arktis und nach Russisch Lappland. Mit 300.000 Einwohnern ist es die größte Stadt weltweit, die nördlich des Polarkreises liegt. Murmansk liegt am Fuße eines schiffbaren Fjords in der Barentssee und ist einer der wichtigsten Fischerei-, Handels- und Militärhäfen Russlands. Über ein Straßen- und Schienennetz ist Murmansk an die anderen Landesteile angebunden, darüber hinaus gehen mehrere Flüge täglich in das etwa 1.500 km entfernte Moskau und das 1.000 km entfernte St. Petersburg. Über Jahrhunderte hinweg nannten die Russen diese Küste “Küste des Murman” – das Wort “Murman” bedeutet “Norweger” (Nordmann) im Altrussischen. Im 12. Jahrhundert hatte die Republik Nowgorod, zu dieser Zeit der bedeutendste Staat ganz Russlands, damit begonnen, Siedler an die Küste des Weißen Meeres und der Arktis zu entsenden. Diese “Pomors” (“Maritime”) genannten Leute waren die ersten Russen, die sich dauerhaft in der Region Murmansk niederließen. Mit dem 16. Jahrhundert begann Russland damit, seine Stellung in dieser Region gegenüber Schweden und Norwegen zu stärken; mehrere Festungen und die kleine Stadt Kola entstanden – etwa 12 km südlich des heutigen Murmansk. 1916 wurde Murmansk zu Ehren der Zarendynastie als “Romanov am Murman” gegründet und ersetzte Kola als regionale Hauptstadt. Dies war die letzte Stadt in Russland, die vor der Kommunistischen Revolution gegründet worden ist. Murmansk liegt unmittelbar an einem Fjord, in einer von Hügeln und Seen geprägten Gegend. Von hier sind alle Sehenswürdigkeiten der Region gut zu erreichen. Dank seiner Lage im extremen Norden Europas ist Murmansk ideal, um das Polarlicht zu beobachten. Im Winter, zwischen dem 02. Dezember und dem 10. Januar, ist “Polarnacht” in Murmansk: 40 Tage lang ist es ohne Unterbrechung dunkel. Da das Klima in Murmansk durch den Golfstrom gemäßigt wird, sind die Temperaturen etwas milder als in den Regionen Lapplands, die im Landesinneren liegen (wie beispielsweise Rovaniemi und Ivalo).

Transfer zum Hotel.

Unterbringung.

Die Option: Abendessen im lokalen Restaurant.

TAG 4 MONTAG / MURMANSK

Frühstück im Hotel.

Panoramatour Murmansk. Die am Murmansk Fjord liegende Stadt erstreckt sich – von Norden nach Süden – über etwa 20 km. Die Stadt wurde auf einem Hügel oberhalb des Fjords errichtet, so dass wir von verschiedenen Aussichtspunkten aus Gelegenheit haben werden, die herrliche Landschaft zu genießen. Die meisten Monumente, die wir heute sehen, zeigen Murmansk als Fischerei- und Militärhafen oder greifen die Geschehnisse der beiden Weltkriege auf. Insbesondere der Zweite Weltkrieg, in dem die Stadt mehreren Angriffen der Deutschen heldenhaft widerstand und einer der wichtigsten Häfen für die Landung alliierter und sowjetischer Truppen war, wird immer wieder thematisiert.

Wir beginnen unsere Tour im Stadtzentrum, am Fünf-Ecken-Platz. Unmittelbar daneben liegt der Zentralpark mit dem außergewöhnlichen “Kabeljaudenkmal”, dem wichtigsten Fisch für die einheimische Fischereiflotte. An der Kreuzung von Lenin Prospekt und Karl-Marx-Straße befinden sich die beiden wichtigsten Gebäude der Stadt, das Rathaus und das Regionalmuseum, das älteste Gebäude aus Stein. Unsere Tour führt uns dann am Monument der Patriarchen Cyril und Methodius vorbei, die die Schrift in Russland eingeführt und das kyrillische Alphabet erfunden haben. Vorbei am Gerichtshof und am Haus der Kulturen folgen wir dem Lenin Prospekt und können verschiedenste Beispiele stalinistischer Architektur bewundern. Wir sehen ferner das Drama Theater, das neben dem Monument für die Beschützer der Grenze zur Arktis steht. Über die Leutnant Schmidt Avenue gelangen wir zum Denkmal für die Seeleute und Schiffe der Flotte, zum Hauptbahnhof, zum Sportgelände mit dem Eispalast, dem Zentralstadion und dem Swimming Pool. Nach einem Zwischenstopp vor dem Monument der Erforscher der Arktis erreichen wir den Hügel, auf dem sich einige der wichtigsten Bauten der Stadt befinden: die orthodoxe Erlöser-auf-den Wassern-Kirche, das Denkmal für die in Friedenszeiten umgekommenen Seeleute und das beeindruckende Denkmal für die Kursk, die im Jahr 2000 in der Barentssee gesunken ist. Ein Teil des Turms der Kursk befindet sich hier und erinnert an die 118-köpfige Besatzung des U-Boots, das in der Nähe von Murmansk stationiert gewesen ist. Einen herrlichen Blick auf die Stadt genießen wir, bevor wir unseren Weg um den Simon See (Semjonowskoje) und zur Statue der berühmten Katze “Semjon” fortsetzen. Semjon war ihren Besitzern während einer Reise nach Moskau im Jahr 1987 abhandengekommen. Sechs Jahre lang benötigte die Katze für ihren Weg von 1.800 km, der sie wieder heim nach Murmansk führen sollte. An einem der höchsten Punkte der Stadt steht das Denkmal für die Verteidiger der Sowjetischen Polarregion im Großen Vaterländischen Krieg – die mit einer Höhe von knapp 40 Metern beeindruckende Statue eines Rotarmisten wird hier liebevoll Aljoscha genannt, was der Verkleinerungsform für Alexei entspricht. Auch ein Feuer zu Ehren des “Unbekannten Soldaten” brennt hier. Die Stadt mit ihrem Hafen, dem Fjord und der umgebenden Landschaft zeigt sich an dieser Stelle von ihrer schönsten Seite. Die den Ehefrauen der Seeleute gewidmete Statue Wartende Frau sehen wir auf unserem Weg in die kleineren Vororte der Stadt ebenso wie die orthodoxe Allerheiligenkirche, die zu den bemerkenswertesten Bauwerken in Murmansk gehört. Der Blick von der Brücke auf die Kola Bucht offenbart ein herrliches Panorama der Stadt und ihres Fjords. Schließlich führt uns unser Weg wieder ins Stadtzentrum zurück.

Besuch des Regionalmuseums (Heimatmuseums). Dieses interessante Museum ist im ältesten Steingebäude von Murmansk untergebracht. Hier können wir viele spannende Dinge über die Region in Erfahrung bringen: über die Kolonien, die harten Lebensbedingungen der frühen Jahre, die Entdeckungsreisen in die Arktis… Wir werden interessante Fakten über die ersten russischen Siedler erfahren, die “Pomors”, und über die ersten Bewohner dieses Landstriches, die Samen. Informationen über Gegenstände des täglichen Gebrauchs, die Fauna und Flora der arktischen Region, die Bedeutung von Fischfang und Bergbau für die weitere Entwicklung der Stadt, die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs und vieles andere mehr machen das Museum zu einem “Muss” für jeden Besucher.

Mittagessen.

Besuch des Atomeisbrechers “Lenin”. Die zahlreichen Expeditionen in die Russische Arktis und zu den verschiedenen Stützpunkten und Siedlungen im extremen Norden des Landes haben deutlich gezeigt, dass die Einsatzdauer der Schiffe verlängert werden musste. Eisbrecher haben einen extrem hohen Energieverbrauch, da sie besonders viel Kraft einsetzen müssen. Selbst wenn 70% des Ladegewichts auf Treibstoffe entfallen, beträgt die Einsatzzeit eines herkömmlichen, mit Diesel angetriebenen Eisbrechers nicht mehr als 40 Tage. Die Sowjetunion beschloss daraufhin, mit der “Lenin” den ersten Eisbrecher mit Nuklearantrieb zu bauen. In den Hafenanlagen von St. Petersburg erbaut, lief die Lenin 1957 vom Stapel, bevor sie 1959 endgültig fertiggestellt wurde. Die drei Nuklearreaktoren für den Antrieb wurden bald durch zwei sicherere, fortschrittlichere Reaktoren ersetzt. Die Lenin hatte 45.000 PS und eine maximale Einsatzzeit von einem Jahr. Nach einer zurückgelegten Strecke von knapp 600.000 Seemeilen (was etwa 1.000.000 Kilometern entspricht) durch das Eis der Arktis wurde sie im Jahr 1989 aus dem Dienst genommen. Nach all diesen Jahren, in denen sie gute und loyale Arbeit geleistet hatte, hat die Lenin einen Platz im heimatlichen Museum gefunden. Nicht weit entfernt befindet sich mit “Atomflot” der Hauptsitz der russischen Atomeisbrecher-Flotte, die noch immer einzigartig in der Welt ist. Unser Besuch der Lenin führt uns durch verschiedene Teile des Schiffes, alle zugeschnitten auf eine Crew, die viel Zeit ohne Kontakt zur Außenwelt in totaler Autonomie verbringen musste: Kantine, Kino, eine kleine Krankenstation, Kabinen, Kartenraum, Brücke und – natürlich – die Nuklearreaktoren, die mittlerweile deaktiviert worden sind.

Freier späten Nachmittag.

Option:

Besuch der Ozeanarium Murmansk.

Abendessen im Hotel

Das Polarlicht im Visier. Das Polarlicht ist eines der faszinierendsten Naturschauspiele überhaupt. Der nächtliche Himmel wird von Lichtern in verschiedensten Farben erhellt, die vor unseren Augen zu tanzen scheinen. Hervorgerufen wird dieses Phänomen durch kleinste, energiegeladene Partikel der Sonne, die auf das Magnetfeld der Erde und die Gase in unserer Atmosphäre treffen. Das Ergebnis ist ein eindrucksvolles Zusammenspiel sich bewegender Lichter, die ihre Form beständig ändern. Wer das Polarlicht unter besten Bedingungen sehen möchte, sollte Luftverschmutzung vermeiden, die Stadt verlassen und raus auf’s Land gehen – und das Geschehen vorzugsweise von einem Hügel verfolgen. Die Region Murmansk ist einer der besten Orte weltweit, um das Polarlicht zu sehen. Die Gründe dafür sind einfach: die Lage im extremen Norden, etwa 300 km oberhalb des Polarkreises; die Temperaturen, wenn auch kalt, werden durch den Golfstrom gemäßigt. Und Murmansk darf sich über mehr klare Tage freuen als andere Städte, die auf dem gleichen Breitengrad liegen. Murmansk liegt im sogenannten “Polarlicht-Oval” – in dem Bereich also, in dem man das Polarlicht am besten sehen kann. Üblicherweise ist es zwischen Ende September und April besonders gut zu beobachten.

WICHTIG: Das Polarlicht ist ein Naturschauspiel, das weder täglich zu beobachten noch exakt vorhersagbar ist. Selbst wenn es auftritt, muss der Himmel klar sein, damit man es überhaupt beobachten kann – denn bei dicken Wolken ist es nicht sichtbar. All das liegt nicht in unserer Hand. Folglich können wir nur versuchen, mit der Absteckung des zeitlichen Rahmens unserer Aktivitäten ideale Voraussetzungen für unsere Gäste zu schaffen. Unter keinen Umständen können wir eine Garantie geben. Es liegt folglich auf der Hand, dass – sollte dieses Naturschauspiel einmal nicht zu sehen sein – sich daraus kein Recht auf eine Preisermäßigung oder eine Rückerstattung des Preises ableiten lässt.

Abfahrt vom Hotel um 21.00 Uhr, Rückkehr zum Hotel gegen 24.00 Uhr. Fahrtzeit: etwa 1,30 Stunden. Etwa 1,30 Stunden stehen für die Beobachtung des Polarlichts zur Verfügung.

Wir behalten uns eine Änderung der angegebenen Zeiten vor oder sogar eine Kürzung bzw. Streichung des Ausflugs, sofern absehbar ist, dass das Wetter eine Beobachtung des Polarlichts nicht erlaubt wird (bei dichtem Nebel, bei Schneesturm, etc.). Auch hieraus leitet sich kein Recht auf eine Rückerstattung des gezahlten Preises ab.

TAG 5 DIENSTAG / MURMANSK – STADT SAAMI – IMANDRA SEE – KIROWSK

Frühstück im Hotel.

In Richtung Süden – wo Tundra und Taiga niemals aufzuhören scheinen.

Besuch der Stadt Saami und kurze Fahrt mit dem Rentierschlitten. Die Stadt Saami liegt etwa 110 km südlich von Murmansk, im Zentrum der Halbinsel Kola, in den Gebieten, in denen sich die früheren Siedlungen der Samen befanden. Es gibt nur sehr wenige Abkommen der Samen, die ursprünglich in dieser Region gelebt haben – aber wir haben heute das Glück, einen von ihnen kennenzulernen. Er wird uns Bilder zeigen, Geschichten und Anekdoten erzählen und von alten Traditionen berichten. Wir werden die Häuser der Samen sehen und ihre religiösen Symbole – und wir werden ihre treuen Begleiter kennenlernen: Rentier und Husky. Nach einer kurzen Fahrt (5 – 10 Minuten) in einem Rentierschlitten (4 Personen pro Schlitten) wärmen wir uns mit einer traditionellen Suppe wieder auf.

Weiter geht es über die Halbinsel Kola zum Imandra See, der an den Nationalpark Russisch-Lappland grenzt. Wir sehen unglaublich schöne Landschaftsszenarien heute – aber auch einige der größten Zentren für Industrie und Bergbau, wie zum Beispiel Olenegorsk und Montschegorsk.

Mittagessen.

Stopp am Imandra See und Fahrt mit dem Husky-Schlitten. Der Imandra See ist der zweitgrößte See in der europäischen Arktis und der größte in Russisch-Lappland. Sein Ufer verläuft in ungewöhnlichen Formen und lässt viele Buchten, Kaps und Inselchen entstehen. Die tiefste Stelle ist 67 m tief, die Wasseroberfläche beträgt etwa 850 km² und der See liegt circa 150 km südlich von Murmansk. Das Wasser ist klar und reich an Fisch. Hier liegt auch die Husky-Farm, die wir heute besuchen wollen. Die Hunde werden auf der Farm an das unerbittliche Polarklima und die rauen Lebensbedingungen gewöhnt. Nach 15 Minuten Fahrt mit dem Husky-Schlitten über den zugefrorenen See freuen wir uns auf den wärmenden russischen Wodka und das typische “Sakuski”.

Auch wenn für die Schlittenfahrt Decken zur Verfügung stehen, sollte man sich unbedingt warm anziehen. Neben dem Schlittenführer oder “Musher” wird eine Person auf jedem Schlitten sein, die Russisch spricht und manchmal auch Englisch. Sollte die Fahrt aus Witterungsgründen nicht stattfinden können, wird der gezahlte Betrag zurückerstattet. Muss die bereits begonnene Tour allerdings wegen schlechten Wetters, eines Notfalls oder anderer wichtiger Gründe vorzeitig abgebrochen werden, wird kein Geld erstattet. Meldet sich ein bereits gebuchter Gast freiwillig vor oder während der Tour ab, kann ebenfalls kein Geld erstattet werden.

Option:

Russisches “Schaschlik” BBQ und typische “Banya” (Russische Sauna) in einem traditionellen russischen Holzhaus auf dem Imandra See. Vor oder nach der Schlittenfahrt kommen wir in den Genuss einer gemütlichen Banya, der russischen Dampfsauna, in einer traditionellen Kabine. Wir werden unseren Blutkreislauf mit Birkenzweigen wieder in Schwung bringen. Anschließend werden wir uns bei einem typisch russischen BBQ mit den traditionellen “Schaschlik”-Spießen wieder von unserem Abenteuer erholen – und uns mit einem Glas “Mors”, dem russischen Getränk schlechthin (aus Beerensaft und echtem Wodka), erfrischen.

Stopp in Apatity. Das zwischen dem Imandra See und dem Chibinen-Gebirge gelegene Apatity verdankt seinen Namen einem Mineral, dem Apatit, den man in großen Mengen in dieser Region gefunden hat. Gegründet wurde der Ort im Jahr 1926 mit nur sieben Einwohnern, inzwischen sind allerdings etliche Kulaken – frühere Landbesitzer, die während der kommunistischen Revolution enteignet und verfolgt wurden – hier sesshaft geworden. Mit Beginn des Jahres 1935 erlebte Apatity, bedingt durch die Entdeckung großer Vorkommen an Mineralien und durch die Weiterentwicklung des Bergbaus – ein beachtliches Bevölkerungswachstum. 1966 wurde es offiziell zur Stadt erklärt. Apatity ist das weltweit erste wissenschaftliche Zentrum in der Arktis. Etwa 100 km nördlich des Polarkreises gelegen, beheimatet die Stadt viele bedeutende Forschungseinrichtungen: Geophysik, Bergbau, Chemie, Wirtschaft, Mathematik, Mineraltechnologie, Polarbotanik, Bevölkerungsentwicklung in den Polarregionen u.a.m. Heute ist Apatity mit seinen 55.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in der Region Murmansk.

Ankunft in Kirowsk.

Kirowsk. Das kleine Städtchen Kirowsk liegt am Fuße des Chibinen Gebirges auf einer Höhe von 350 m. Hier leben etwa 30.000 Einwohner, die in drei verschiedene Bezirke aufgeteilt worden sind. Im Jahr 1929 gegründet, ist das Städtchen heute eine eigentümliche Mischung aus der vom Bergbau lebenden Bevölkerung und einem Zentrum für Sport- und Abenteuertourismus. Kirowsk ist das größte alpine Skigebiet im Norden Russlands und verfügt über 6 (FIS) zertifizierte Pisten; bei einer Maximalhöhe von 1.050 Metern gibt es Höhenunterschiede von beinahe 700 Metern. Hier ist der Startpunkt für zahlreiche Expeditionen in das Chibinen Gebirge, zu den Nationalparks der Umgebung sowie in das benachbarte Karelien zum Skilaufen, Cross-Country Ski, Schneemobilfahren, etc. Am Ortseingang sehen wir die orthodoxe Kirche Bild von Edessa mit dem herrlichen roten Backstein und den goldenen Türmen.

Das Chibinen Gebirge. 1.200 Meter hohe Berge in einer Region von unbeschreiblicher Schönheit, in der sich Seen und Flüsse inmitten des dichten Waldes immer wieder miteinander verflechten. Trotz der schroffen, unwirtlichen Natur sind die Berge ideal zum Skilaufen, Trecking und insbesondere für Safaris mit dem Schneemobil. Aufgrund der Höhe der Berge sind Safaris bis in den Mai hinein möglich. Und das Gebirgsszenario ist sicherlich mindestens so reizvoll wie ein zugefrorener See oder eine Waldstrecke.

Besuch der “Schneestadt” in Kirowsk. Seit 2008 findet jedes Jahr ein Treffen von 20 Künstlern aus Russland und angrenzender Länder in Kirowsk statt: Man baut gemeinsam an einer unterirdischen Stadt aus Schnee und Eis. Mit einer Fläche von 2.000 m² und mehr als 20, durch zahlreiche Korridore miteinander verbundene Räume ist dies die größte “Schneestruktur” weltweit. In jedem Jahr setzt man ein anderes Thema um. Es ist einmalig spannend, diese Welt aus Schnee und Eis mit ihren eindrucksvoll ausgeleuchteten Hallen und den unterschiedlichsten Formen und Dekors zu betreten.

Abfahrt mit dem “Watruschki”, einem aufblasbaren Schlitten. Wir werden außerdem einen Zeitvertreib kennenlernen, den alle Russen seit frühester Kindheit lieben: Im aufblasbaren Watruschki, der die Form eines großen Donuts hat, geht es mit voller Geschwindigkeit über Schnee und Eis einen kleinen Abhang hinunter.

Transfer zum Hotel.

Unterbringung.

Abendessen im Hotel.

Das Polarlicht im Visier. Das Chibinen Gebirge ist eine märchenhafte Szenerie, will man das Polarlicht beobachten. Wir werden die Stadt mit dem Bus verlassen und nach etwa 30-minütiger Fahrt ein breites Tal erreichen, das sich mitten in den Bergen versteckt.

WICHTIG: Das Polarlicht ist ein Naturschauspiel, das weder täglich zu beobachten noch exakt vorhersagbar ist. Selbst wenn es auftritt, muss der Himmel klar sein, damit man es überhaupt beobachten kann – denn bei dicken Wolken ist es nicht sichtbar. All das liegt nicht in unserer Hand. Folglich können wir nur versuchen, mit der Absteckung des zeitlichen Rahmens unserer Aktivitäten ideale Voraussetzungen für unsere Gäste zu schaffen. Unter keinen Umständen können wir eine Garantie geben. Es liegt folglich auf der Hand, dass – sollte dieses Naturschauspiel einmal nicht zu sehen sein – sich daraus kein Recht auf eine Preisermäßigung oder eine Rückerstattung des Preises ableiten lässt.

Abfahrt vom Hotel um 22.00 Uhr, Rückkehr zum Hotel gegen 24.00 Uhr. Fahrtzeit: etwa 1 Stunde. Etwa 1 Stunde stehen für die Beobachtung des Polarlichts zur Verfügung.

Wir behalten uns eine Änderung der angegebenen Zeiten vor oder sogar eine Kürzung bzw. Streichung des Ausflugs, sofern absehbar ist, dass das Wetter eine Beobachtung des Polarlichts nicht erlauben wird (bei dichtem Nebel, bei Schneesturm, etc.). Auch hieraus leitet sich kein Recht auf eine Rückerstattung des gezahlten Preises ab.

TAG 6 MITTWOCH / KIROVSK – MURMANSK – SANKT-PETERSBURG

Frühstück im Hotel.

Mit dem Schneemobil durch das Chibinen Gebirge. Die Berge mit ihren spektakulären Felsformationen und ihren traumhaften Tälern sind ein ideales Terrain für Safaris mit dem Schneemobil. Aufgrund der Höhe kann üblicherweise bis in den Mai hineingefahren werden. Wir verlassen das Dorf, durchqueren ein Tal, erreichen einen vom Wind gezeichneten Gebirgspass und einen zugefrorenen Gebirgssee.

An der Schneemobil-Basis bekommen wir das für die Safari notwendige Equipment, die ersten Instruktionen für das Fahren und unser Guide übersetzt für uns die wichtigsten Regeln, die es während der Safari zu beachten gilt. In Gruppen von etwa sechs Fahrzeugen und unter Anleitung eines russisch- oder englischsprachigen Instruktors fahren wir los. Jedes Schneemobil ist mit zwei Personen besetzt – einem Fahrer und einem Passagier – die sich mit dem Fahren abwechseln. Für den Fahrerwechsel sind in regelmäßigen Abständen Stopps vorgesehen. Ein Zuschlag in Höhe von 60 EUR fällt an für die alleinige Nutzung eines Schneemobils (nur auf Anfrage).

Abfahrt vom Hotel um 08.00 Uhr, Rückkehr zum Hotel gegen 12.00 Uhr. Fahrtzeit: etwa 1 Stunde, Rundfahrt. Eine Safari dauert etwa 2 Stunden.

Kann die Safari aus Witterungsgründen oder aufgrund anderer nicht vorhersehbarer Umstände nicht wie geplant stattfinden, bekommen Sie den bezahlten Betrag zurück. Hat die Safari allerdings bereits begonnen und muss aufgrund schlechten Wetters, eines Notfalls o.ä. vorzeitig abgebrochen werden, wird kein Geld zurückerstattet. Zieht ein Gast seine Anmeldung – aus welchem Grund auch immer – wieder zurück (vor oder während der Safari), findet ebenfalls keine Rückerstattung statt.

Rückkehr nach Kirowsk.

Mittagessen.

Abreise nach Murmansk.

Transfer zum Flughafen.

Flüge nach Sankt-Petersburg (nicht in den Preis enthalten).

Ankunft in Sankt-Petersburg.

Transfer zum Hotel.

Unterbringung.

Abendessen im Hotel (oder Picknick, hängt von der Zeit der Ankunft ab).

TAG 7 DONNERSTAG / SANKT-PETERSBURG

Frühstück im Hotel.

Die ganze Panoramatour St. Petersburg. “Russlands Fenster nach Europa”, “Venedig des Nordens”, “Museumsstadt” – unabhängig von den genannten Bezeichnungen gilt: St. Petersburg ist einfach ein Muss. 1703 unter Peter dem Großen auf Schlamm und Wasser errichtet, fesselt diese großartige Stadt im nördlichen Russland mit stattlichen Palästen und eleganten Brücken; großzügige Granitdeiche schützen die Flüsse und Kanäle, die sich kreuz und quer durch die Stadt ziehen. St. Petersburgs Schönheit und der Reichtum dieser Stadt werden Sie verzaubern. Als Peter der Große plante, Russland europäischen Standards anzugleichen, wurde sein Land noch als unterentwickelt und seine Herrschaftsstrukturen als altmodisch bezeichnet. Er entschied sich daraufhin, die Hauptstadt in Richtung Nordeuropa zu verlegen und aus dem Nichts etwas ganz Neues zu erschaffen. Die Lage schien schlecht gewählt – ein Sumpfgebiet im „großen Norden“, geplagt von Malaria im Sommer und unbarmherzig kaltem Klima im Winter. Während des Baus der Stadt starben unzählige Zwangsarbeiter. Trotz all der widrigen Umstände wuchs die Stadt schnell, sie wurde zum Magneten für Architekten und Künstler aus ganz Europa. Die Alleen, Parks, Kirchen, Paläste, Kanäle, Brücken, Schulen, eine Universität und die Akademie der Künste machten die Stadt zu einem Juwel. Der technische Reifegrad und die luxuriöse Bauweise, möglich geworden durch den Wohlstand des Zarenhofes, können an zahlreichen Palästen, Theatern, aufwändig gestalteten Fassaden und Alleen bewundert werden. Die vielen Kanäle, Inseln und Brücken, die ursprünglich den morastigen Boden entwässern und die ungestüme Newa umgehen sollten, geben St. Petersburg seinen ganz besonderen Charakter. Aus diesem Grund ist das historische St. Petersburg von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden. St. Petersburg blieb mehr als zwei Jahrhunderte russische Hauptstadt (1712 bis 1918). Nach der russischen Revolution wurde die Hauptstadt Russlands zurück nach Moskau verlegt, St. Petersburg erlebte eine Phase des Niedergangs. In dieser Zeit änderten die Kommunisten zweimal den Namen – zunächst in Petrograd und anschließend in Leningrad. Erst nach dem Fall der Sowjetunion bekam St. Petersburg seinen ursprünglichen Namen zurück. Umfangreiche Sanierungen konnten St. Petersburg vergangene Pracht und Größe wiedergeben. Heute ist St. Petersburg eine lebendige, dynamische Stadt mit fünf Millionen Einwohnern und somit die viertgrößte Stadt Europas. Die meistbesuchte Stadt Russlands bietet ihren Besuchern neben einem einzigartigen kulturellen Erbe ganzjährig eine breite Palette an Freizeitaktivitäten.

Diese deutschsprachig geführte Tour ist ideal, um das Lebensgefühl der Stadt und insbesondere ihr historisches Zentrum sowie alle wichtigen Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. Die Teilnehmer bummeln den Newskij Prospekt entlang, die Hauptstraße der Stadt, und sehen viele historische Gebäude: die Anitschkow-, Stroganow- und Beloselsky-Beloserski-Paläste; die lutherische, die katholische und die armenische Kirche; die orthodoxe Kasaner Kathedrale, die Jelissejew-, Singer- und Mertens-Häuser. Wir überqueren die Fontanka, den Fluss, der zusammen mit der Moika und dem Gribojedow-Kanal einst die Stadtgrenze bildete. Am Ufer des Gribojedow-Kanals befindet sich die namhafte Erlöserkirche (inoffizieller Name: Erlöserkirche-auf-dem-Blut-Kirche), gebaut im typisch russischen Stil mit bunten Kuppeln und goldenen Zwiebeltürmen. Der frühere Winterpalast war einst die Residenz der Zaren, heute beherbergt er das Eremitage Museum und dominiert das nördliche Ufer der Newa, während auf der anderen Flussseite die Silhouette der Peter-Paul-Festung mit ihrer Turmspitze die Skyline beherrscht. Wir halten nun am legendären Panzerkreuzer Aurora, der die Russische Revolution einleitete, danach besichtigen wir das Haus Peter des Großen – es war dieser bescheidene Wohnsitz, von dem aus er persönlich die Bauarbeiten in „seiner“ Stadt von 1703 bis 1708 überwachte. Auf der Insel Wassiljewski sehen wir die Strelka (Ostspitze), den MenschikowPalast sowie ein historisches Gebäude, das Teil der Staatlichen Universität ist. Wir werden die Admiralität (Werft) mit ihrer imposanten vergoldeten Kuppel sehen – ein Symbol der russischen Marine, mit deren Hilfe Peter der Große sein Reich aufbauen wollte. Seine Reiterstatue wurde direkt vor dem Senatsgebäude und der Isaak Kathedrale auf eindrucksvollen Säulen aus rotem finnischem Granit errichtet. Des Weiteren werden wir das Konservatorium und das Mariinski Theater am Theaterplatz anschauen.

Kurzer Spaziergang durch das Dostojewski Viertel. Der weltberühmte russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski war mit St. Petersburg – damals die Hauptstadt des Russischen Reiches – immer eng verbunden. Er liebte die Stadt und lebte in ungefähr 20 verschiedenen Wohnungen, die meisten von ihnen lagen im nördlichen Teil der Hauptstadt und immer in der Nähe einer Kirche oder Kathedrale, denn er war gläubig. Wir werden eines seiner bevorzugten Viertel im Herzen von St. Petersburg besuchen. Jenseits der eleganten Fassaden spiegelt das Innere dieser Häuser die verschiedenen Klassen der Stadt wider, reiche Familien, aber auch mittlere und niedrige Klassen, die Dostojewski am meisten interessierten. Brillante stellte er diese Figuren und ihr tägliches Leben in Büchern wie „Schuld und Sühne“ und „Der Idiot“ dar. Während unseres Spaziergangs werden wir die gepflasterten Straßen des Viertels entdecken. Wir sehen das letzte Zuhause von Dostojewski, wo sich heute ein Denkmal befindet und besuchen die Wladimir-Kirche, in der er häufig betete.

Besuch der Kuznetschny Lebensmittel-Markthalle. In einem der ältesten Teile der Stadt, dem sogenannten Dostojewskiviertel, erbaut Anfang des 20. Jahrhunderts, befindet sich heute der bekannteste und bei den Einheimischen beliebteste Markt. Es ist nicht der billigste Markt in der Stadt, aber sicherlich der am besten ausgestatteten Markt. Seit seiner Eröffnung werden hier die besten Naturprodukte ganz Russlands und seiner Nachbarländer gehandelt: Früchte, Gemüse und Gewürze aus der fruchtbaren Oase Zentralasiens und von den Hängen des Kaukasus, frische Kuhmilch, selbstgemachter Käse, gesunde Trockenfrüchte, Waldpilze, frischer Fisch und Kaviar. Das Erstaunlichste ist, dass Sie hier fast jedes Produkt probieren können – die beste Garantie für Qualität! Sobald Sie etwas Honig oder eine Scheibe Käse probiert haben, sind Sie nicht mehr in der Lage, ohne einige dieser Köstlichkeiten den Markt zu verlassen.

Besuch der St.-Wladimir-Kirche. Ursprünglich aus Holz im Jahre 1747 gebaut, wurde das eigentliche Steingebäude von dem Architekten Pietro Antonio Trezzini mit einer überraschenden Mischung barocker und neoklassizistischer Elemente entworfen, gebaut und im Jahre 1768 eingeweiht. Da sich die Kirche in einem dicht besiedelten Gebiet befindet, wird sie häufig von den Einwohnern der Stadt besucht. Sie verfügt über fünf Zwiebelkuppeln und einen separaten Glockenturm. Während der kommunistischen Herrschaft in Russland beherbergte sie eine antireligiöse Bibliothek, aber ihre religiöse Funktion wurde im Jahr 1989 wiederhergestellt. Einer ihrer berühmtesten Besucher war Dostojewski, der häufig in der Kirche gebetet hat.

Besuch der Peter-und-Paul-Festunganlage und ihre Kathedrale, wo sich die Grabstätten aller Zaren der Romanov-Dynastie befinden. Auf einer kleinen Halbinsel gegenüber dem Winterpalast gelegen und umgeben von drei Nebenarmen der Newa, war die Anlage einst dazu gedacht, die Stadt vor Angriffen vom Meer aus zu schützen. Die Festung war das erste Gebäude der Stadt und wird als das Fundament St. Petersburgs angesehen, außerdem nutzten die Zaren die Festung als Gefängnis für politische Gegner. Heute ist der Winterpalast ein Museum und einer der schönsten Plätze der Stadt, von dem man einen hervorragenden Panoramablick auf die Newa und ihr Südufer genießt. Eine der Kanonen auf dem Bollwerk wird täglich um zwölf Uhr mittags abgefeuert. Was ursprünglich eine kleine Holzkirche innerhalb der Anlage gewesen ist, wurde immer weiter ausgebaut und entwickelte sich schließlich zu der heutigen Peter-und-Paul-Kathedrale – beide Attraktionen werden jährlich von vielen Touristen besucht. In der Kathedrale befinden sich die Grabstätten aller Zaren der Romanov-Dynastie und ihrer Familien, ebenso das Grab Peter des Großen, des Stadtgründers, sowie die Gräber von Nikolaus II und seiner Familie, die während der bolschewistischen Revolution im Jahre 1918 getötet wurden. Die sterblichen Überreste der Familie wurden 1998 in der Kathedrale beigesetzt.

Außenansicht des Hauses von Peter dem Großen. Dieses kleine Holzhaus wurde im 18. Jahrhundert im holländischen Baustil errichtet. Es war eines der ersten Gebäude in St. Petersburg auf dem Gelände, von dem aus dem Zaren später die Bauarbeiten zu seiner Stadt beobachtete (1703 bis 1708). Der Wohnraum, das Schlafzimmer und ein Büro sind der damaligen Zeit entsprechend eingerichtet und mit persönlichen Dingen des Zaren dekoriert.

Außenansicht des Panzerkreuzers Aurora. Die Aurora ist das Schiff der Kriegsmarine, dessen Waffen die Russische Revolution am 25. Oktober 1917 eingeleitet haben. Nachdem der Befehl, die Stadt zu verlassen, missachtet wurde, schloss sich die Schiffsbesatzung den Revolutionären an. Die Seeleute gaben anschließend nicht nur das Signal zum Angriff auf den Winterpalast, sondern haben auch daran teilgenommen. Besucher werden die historischen Waffen sehen und den wunderschönen Ausblick auf die Newa und deren Ufer bewundern können.

Kurzer Spaziergang auf dem Newskij Prospekt mit dem Reiseleiter. Der Newskij Prospekt ist die Hauptstraße von St. Petersburg und eine der schönsten und wichtigsten Straßen der Stadt. Er ist das kommerzielle und soziale Zentrum der Stadt; ein belebter Ort voller Geschäfte und Cafés. Hier gehen die Einheimischen gerne spazieren oder amüsieren sich. Wir werden einige der wichtigsten Gebäude bewundern, wie z.B. die Anitschkow-, Stroganow- und Beloselsky-Beloserski-Paläste, das Gostinny Dvor Kaufhaus, die Jelissejew-, Mertens- und Singer-Häuser sowie die Anitschkow Brücke. Der Newskij Prospekt beherbergt außerdem einige der wichtigsten Kirchen in St. Petersburg: die lutherische Kirche St. Peter und St. Paul, die katholische Kirche St. Katharina, die armenische Kirche St. Katharina und den imposanten klassizistischen Säulengang der Kasaner Kathedrale. Wir kommen am prächtigen Grand Hotel Europa und dem majestätischen Michailowski-Palast, der das Russische Museum beherbergt, vorbei. Am selben Platz befinden sich auch das Michailowski-Theater, das Theater für Musikkomödien, die Philharmonie und die imposante Fassade des Ethnographischen Museums. Nicht weit vom Newskij Prospekt entfernt steigen die bunten Zwiebeltürme der Erlöserkirche über dem Gribojedow Kanal empor.

Besuch der Kasaner Kathedrale. Diese Kathedrale ist ein wahrer Schatz russischer Architektur aus dem 19. Jahrhundert. Im Jahr 1800 im Auftrag von Paul I gebaut, basiert sie auf dem gleichen Plan wie der Petersdom in Rom. Die Pläne wurden von Woronichin entworfen, der ursprünglich Leibeigener von Stroganow war, bevor er Professor für Architektur an der Akademie der Schönen Künste wurde. Kutusow, Held des Krieges gegen Napoleon, wurde hier im Jahre 1813 begraben, seine Grabschrift wurde später von Puschkin verfasst. Während der Zeit des Kommunismus wurde die Kathedrale in ein Museum für Atheismus umgewandelt. Mit dem Ende des Sowjetregimes wurde sie wieder zu einem sakralen Ort und ist heute eine der wichtigsten orthodoxen Kirchen der Stadt.

Abendessen im Hotel.

TAG 8 FREITAG / SANKT-PETERSBURG

Frühstück im Hotel.

Kurzer Spaziergang durch das Palastviertel. Fast zwei Jahrhunderte sind seit dem tragischen Tod des bekanntesten und berühmtesten russischen Dichters vergangen, aber die Russen erinnern und lieben seine Bücher noch immer und bewundern seine Einstellung zum Leben. Puschkin war nicht nur ein außerordentlich begabter Schriftsteller, sondern auch eine herausragende Persönlichkeit, die sich aktiv an der Politik und am gesellschaftlichen Leben der Zeit beteiligt hat, um die Interessen des russischen Volkes zu verteidigen. Unser Besuch führt uns in den Teil der Stadt, in dem er zwischen seinen vielen langen Reisen gelebt hat. Wir werden auf der mit Kopfsteinpflaster bedeckten Millionnaja-Straße entlang schlendern und die alten Paläste bewundern sowie die beeindruckende Atlantis-Skulptur, die die Säulen der Eremitage hält und den romantischen Winterkanal. Wir sehen ferner die elegante Fassade des Hauses, in dem Puschkin gemeinsam mit seiner Frau lebte und wo er nach einem Duell mit einem französischen Offizier des Zaren zur Verteidigung ihrer Ehre starb.

Besuch der Eremitage. Die prachtvolle Eremitage ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in St. Petersburg. Sie besteht aus dem Winterpalast, dem früheren Wohnsitz der russischen Zaren, und drei weiteren angrenzenden Gebäuden mit Aussicht auf die Newa. Die Eremitage ist Russlands größtes Museum und eines der bedeutendsten weltweit. Sie wurde 1764 von Katharina der Großen gegründet und wurde mit der Zeit immer wohlhabender – denn die Zaren erwarben Kunstwerke aus der ganzen Welt. Heute beherbergt das Museum fast drei Millionen Objekte und unschätzbare Sammlungen von Skulpturen, Bildern, Kristallen, Porzellan, Teppichen, Juwelen, Gravuren, Antiquitäten aus der klassizistischen Epoche, moderner Kunst, Waffen, Medaillen, Münzen, kostbarer Bücher und vieles mehr. Es ist weltbekannt für seine Kollektionen der italienischen, flämischen, französischen und spanischen bildenden Kunst – und insbesondere für seine Gemälde von Leonarde da Vinci, Raphael und Rembrandt. Die aufwändige Inneneinrichtung, luxuriös gestaltet von den angesehensten Künstlern, ist ein wunderbarer Rahmen für diese einzigartige Sammlung.

Am Nachmittag: Ausflug nach Puschkin mit Besichtigung des Katharinen Palastes und des dazugehörigen Parks. Die kleine, nach dem großen russischen Dichter benannte Stadt Puschkin liegt 30 Kilometer südlich von St. Petersburg.  In der Vergangenheit wurde die Stadt auch Zarskoje Selo genannt, was „Dorf der Zaren“ bedeutet. Der Katharinen Palast, benannt nach Katharina I, der Ehefrau von Peter dem Großen, ist eine der schönsten Residenzen der russischen Zaren. Er wurde von dem berühmten italienischen Architekten Bartolomeo Rastrelli entworfen, dem Gestalter der wichtigsten Denkmäler und Paläste der Stadt. Erbaut wurde der Palast im 17. Jahrhundert. In den folgenden Jahrhunderten wurde er von jedem Zaren verändert – abhängig vom persönlichen Geschmack und von der jeweiligen Mode, vom anfänglichen Rokoko bis hin zum Neoklassizismus. Es war ein Lieblingspalast von Katharina II, die ihn mit ihrem einzigartigen Erbe, dem Bernsteinzimmer, krönte. Das Zimmer ist vom Boden bis zur Decke mit Baltischem Bernstein bedeckt. Das Bernsteinzimmer wurde fast 100 Jahre von der Öffentlichkeit ferngehalten und erst nach einer vollständigen Renovierung im Jahr 2003 zum 300. Geburtstag der Stadt St. Petersburg eröffnet. Wir werden außerdem die Schönheit des großen Ballsaals, auch bekannt als „Grand Hall“ oder „Halle der Malerei“, bewundern. Umgeben ist der wunderschöne Palast von einem Park, in dem man zwischen Birken, Tannen, Seen, Teichen, Bächen, Brücken, Skulpturen und Pavillons spazieren gehen kann – eine unvergleichliche Pracht, die von vielen Dichtern und Künstlern thematisiert wurde.

Besuch des Pawlowsk Parks. Der Palast in Pawlowsk war ein Geschenk von Katharina der Großen an ihren Sohn Pavel. Pavel wurde 1777 zum Zar Paul I gekrönt. Der zum Palast gehörende Park mit einer Größe von 600 Hektar verläuft im Tal des Slawianka-Flusses und ist der mit Abstand größte Park dieser Art in der Region – weltweit zählt er zu den eindrucksvollsten Landschaftsparks überhaupt. Er wurde im englischen Stil von Charles Cameron entworfen und war ursprünglich als Wildgehege für den Zaren angelegt. Die niederländischen Gärten mit ihren bunten Blumenbeeten direkt neben dem Palast waren ausschließlich der Zarenfamilie vorbehalten. Der Park galt als Meisterwerk europäischer Landschaftsarchitektur – mit grünen Hängen an der sich windenden Slawianka, sanften Bächen und unvergleichlichen Denkmälern. Bei den Bewohnern St. Petersburgs ist der Park ein beliebtes Ausflugsziel.

Option: Kleine Troika reit in Pawlowsk.

Rückkehr nach Sankt-Petersburg.

Abendessen im Hotel.

Option:

Abendessen im Podvorie mit Wodka und Wein. Dieses gemütliche, traditionelle russische Holzhaus liegt außerhalb der Stadt auf einer malerischen Wiese im Schatten von Birken und Tannen. Die wunderschöne Architektur ist typisch für Nordrussland. Sie können hier eine ausgezeichnete Küche mit den beliebtesten russischen Rezepten genießen, sogar Wladimir Putin hat hier schon gespeist. Podvorie wird als „das russischste aller russischen Restaurants” bezeichnet. Die Gerichte sind immer hausgemacht und man legt Wert auf die Verwendung regionaler Zutaten. Der Wein kommt direkt von den Weinbergen des Besitzers auf der Insel Krim und der Wodka wird direkt vor Ort destilliert. Im Sommer können Sie die hübsche Terrasse nutzen, während Sie sich im Winter – nach einem Willkommensschluck Wodka im Schnee – am gemütlichen Kamin wärmen können.

Folkloreaufführung im Podvorie. Während des köstlichen Abendessens in der gemütlichen russischen Atmosphäre werden Tänzer und Sänger in traditioneller Kleidung Lieder und Tänze vorführen, die Ihnen die russische Lebensart näherbringen.

TAG 9 SAMSTAG / SANKT-PETERSBURG (ABREISE)

Frühstück im Hotel.

Transfer zum Flughafen.

Option: hängt von der Zeit der Abreise ab:

Besuch der Dreifaltigkeitskathedrale und partielle Aufnahme auf die orthodoxe Messe. Dies ist eines der größten und bemerkenswertesten religiösen Bauwerke in St. Petersburg. Es war einst die Kirche des Ismailowski Regiments, Eliteeinheit der zaristischen Garden und zugleich älteste Einheit in der russischen Armee. Hier haben die Soldaten und Offiziere gebetet und hier wurden auch die Trophäen und Relikte des Regiments aufbewahrt. Nur 30 Jahre nach der Gründung der Stadt St. Petersburg wurde die damals noch in einem Zelt untergebrachte Kirche eröffnet. Das Zelt war blau gestrichen – in jener Farbe, die auch die Regimentsuniformen schmückte. Zwischen 1754 und 1756, unter Zarin Elisabeth, wurde es durch einen Holzbau ersetzt. Von der verheerenden Flut im Jahre 1824 schwer beschädigt, ordnete Zar Nikolaus I den Wiederaufbau als prächtige Kirche an – dieses war eines der größten Bauvorhaben in der russischen Hauptstadt zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Der im neoklassizistischen Stil von dem russischen Architekten Stassow entworfene Kirche wurde im Jahr 1835 wiedereröffnet.

Eine ansehnliche Ikonensammlung und viele weitere Kunstwerke gehörten zum Besitz der Kirche, in der Dostojewski im Jahre 1867 heiratete.

Unter kommunistischer Herrschaft wurde das Gebäude 1922 und auch in den folgenden Jahren wiederholt geplündert, große Teile des Dekors gingen unwiederbringlich verloren. In Zeiten des sowjetischen Regimes diente der Bau als Warenhaus. 1990, nachdem er wieder in den Besitz der Kirche übergeben worden war und ebenso nach dem Brand der Hauptkuppel im Jahre 2006, folgten aufwändige Restaurierungsarbeiten. Der blaue Dom ist mit seiner Höhe von 80 m noch in 20 km Entfernung erkennbar. Im zweitgrößten hölzernen Dom Europas finden bis zu 3000 Besucher Platz. Neben herrlichen Fresken, Statuen und Ikonen ist hier auch die Ikone der Heiligen Lebensschaffenden Dreifaltigkeit aus dem 15. Jahrhundert zu bewundern.

Besuch in der Isaakkathedrale. Dieses Wahrzeichen St. Petersburgs wurde entworfen und erbaut von zwei wichtigen Architekten: dem Spanier Augustin de Betancourt und dem Franzosen Auguste de Montferrand. Die Isaakkathedrale ist eine der größten Kathedralen Europas – und auch eine der wohlhabendsten. Beim Bau wurden wertvolle Materialen verwendet: Gold, Malachit, Lapislazuli, 14 Sorten Marmor, mehr als 40 Mineral- und Halbedelsteine, Granit aus Finnland und 600 Quadratmeter Mosaiken, ausgeschmückt mit einer großen Anzahl von Bildern und Skulpturen. Die Kuppel ist mit 100 kg Gold vergoldet, die imposanten Säulen sind 43 Meter hoch und aus je ein Stück finnischen Granits gehauen. Mehr als eine halbe Million Arbeiter wirkte am Bau der Kathedrale mit. Der morastige Boden erschwerte die Bauarbeiten erheblich, da allein die Größe und 300.000 Tonnen Material die Fachleute immer wieder vor neue Herausforderungen stellten. Heute ist die Kathedrale ein Museum, in dem nur eine kleine Kapelle täglich für religiöse Zwecke genutzt wird bzw. für Gottesdienste an den wichtigsten orthodoxen Feiertagen.

Besuch der Kuppel der Isaakkathedrale und Bewunderung des Panoramas der Stadt St. Petersburg. Von einer offenen Galerie, die um die gewaltige Kuppel der St. Isaakkathedrale führt, können Besucher das atemberaubende Panorama der Newa und der Stadt St. Petersburg mit ihren Hauptattraktionen bewundern. Auch die Skulpturen, die die Balustrade schmücken, lohnen ein genaueres Hinsehen.

Besuch in der Auferstehungskirche. Die Auferstehungskirche ist auch als Blutkirche, Erlöserkirche oder Bluterlöser-Kirche bekannt. 1882 wurde auf Befehl von Alexander III mit dem Bau begonnen. Die Kirche sollte an seinen Vater, Alexander II, erinnern, der an dieser Stelle einem Attentat zum Opfer gefallen war. Auch der Name der Kirche erinnert an das hier vergossene Blut. Die Kirche wurde im traditionell russischen Stil erbaut, beeinflusst von Kirchen aus dem Jaroslawl-Gebiet und von der Moskauer Basilius-Kathedrale – sie unterscheidet sich deswegen von den anderen Petersburger Kirchen, die im italienischen und klassizistischen westlichen Baustil erbaut wurden. Ihre Fassade besteht aus roten Backsteinen, die mit Mosaiken dekoriert sind. Ihre Zwiebeltürme sind bedeckt mit leuchtend bunter Keramik und vergoldeten Bildern. Das Innere der Kirche weist eine atemberaubende Gestaltung auf: mehr als 7.500 Quadratmeter voller Mosaiken. Das findet man in keiner anderen Kirche dieser Welt. Ihre Silhouette entsteigt dem Gribojedow-Kanal und ist unbestritten eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt St. Petersburg.

Die Reihenfolge der Besichtigungen und Ausflüge kann aufgrund der örtlichen Anforderungen geändert wird.

HOTELS

MOSKAU

4*: Izmailovo Vega, Park Inn Izmailovo, Bega, oder vergleichbar

4* Sup: Holiday Inn, Radisson, Novotel, Azimut, Borodino, oder vergleichbar

MURMANSK

4* Sup.: Azimut, Park Inn by Radisson Poljarnie Zori, oder vergleichbar

KIROWSK

3*: Severnaya, oder vergleichbar

SANKT-PETERSBURG

4*: Dostoievski, Oktyabrskaya, Saint Petersburg, Azimut, oder vergleichbar

4* Sup: Radisson, Courtyard by Marriott, Sokos, Holiday Inn, Vedensky, Nash, oder vergleichbar

Alle unsere Hotels befinden sich im oder in der Nähe des Stadtzentrums.