MOSKAU – DER GOLDENE RING –

SANKT-PETERSBURG

8 TAGE / 7 NÄCHTE

  • TAG 1 / FREITAG: MOSKAU (ANKUNFT)

    • Ankunft in Moskau.
    • Transfer zum Hotel.
    • Unterbringung
  • TAG 2 / SAMSTAG: MOSKAU

    • Frühstück im Hotel
    • Die ganze Panoramatour Moskau
    • Besuch des lokalen Marktes
    • Stopp für einen Shot mit dem echten russischen Wodka
    • Am Nachmittag: Besuch des Kreml-Geländes mit seinen Kathedralen (Eintritt inbegriffen) *
    • Stadtrundgang durch das historische Zentrum mit dem Reiseleiter
    • Außenansicht der Basilius-Kathedrale
    • Besuch vom GUM
  • TAG 3 / SONTAG: MOSKAU

    • Frühstück im Hotel
    • Besuch der Moskauer Metro*
    • Besuch in Samoskworetschje
    • Besuch der Tretjakow-Galerie*
    • Am Nachmittag: Besuch von Ismailowo und sein berühmter Markt
    • Stopp bei Denkmals für die Eroberer des Weltraums und der Kosmonauten Allee
    • Besuch des VDNKh Ausstellungszentrum-Geländes und seiner berühmten sowjetischen Architektur

    Option:

    Meisterklasse in Ismailowo: Gemälde seiner eigenen Matrjoschka, der berühmten russischen Puppe

    Besuch im Kosmonautenmuseum

  • TAG 4 / MONTAG: MOSKAU – SERGIJEW POSSAD – PERESLAWL-SALESSKI - ROSTOW - JAROSLAWL

    • Frühstück im Hotel
    • Ausflug nach Sergijew-Possad und Besuch des Klosters
    • Panoramatour durch Pereslawl-Salesski
    • Besuch des Kreml-Geländes von Rostow
    • Ankunft in Jaroslawl
  • TAG 5 / DIENSTAG: JAROSLAWL – KOSTROMA – SUSDAL

    • Frühstück im Hotel
    • Jaroslawl Panoramatour
    • Besuch des Christi-Verklärungs-Klosters*
    • Abreise nach Kostroma
    • Kostroma Panoramatour
    • Besuch des Ipatjew (Ipatios) Klosters
    • Kleine Flusskreuzfahrt auf Wolga (30 min.)
    • Abreise nach Susdal
  • TAG 6 / MITTWOCH: SUSDAL - KIDEKSCHA – SUSDAL

    • Frühstück im Hotel
    • Susdal Panoramatour
    • Besuch des Kreml-Geländes von Susdal
    • Besuch des Museums für Holzarchitektur in Susdal
    • Besuch des Erlöser-Euthymios-Kloster*
    • Besuch des Konvents Fürbitte und Fürsprache (Pokrowski)
    • Besuch der Stadt Kidekscha: Besuch der Kirche Boris und Gleb*
    • Transfer zum Hotel
  • TAG 7 / DONNERSTAG: SUSDAL - BOGOLJUBOWO – WLADIMIR – MOSKAU

    • Frühstück im Hotel
    • Besuch von Bogoljubowo
    • Panoramatour in Wladimir
    • Besuch der Himmelfahrtskathedrale (Verklärungskathedrale)*
    • Außenansicht der Demetrius Kathedrale
    • Abreise nach Moskau
  • TAG 8 / SAMSTAG: SANKT-PETERSBURG (ABREISE)

    • Frühstück im Hotel
    • Kurzer Spaziergang auf der Arbat Straße mit dem Reiseleiter (wenn die Abreise nach 14 Uhr)
    • Transfer zum Flughafen

    *Wer keine „Innenbesichtigungen“ von Gebäuden machen möchte, kann sich bis zum nächsten Gruppentreffpunkt selbstständig umsehen.

DETAILED PROGRAM

TAG 1 / FREITAG: MOSKAU (Ankunft)

Ankunft in Moskau.

Moskau. Lebendig, modern und „ach-so-modebewusst“ konkurriert die russische Hauptstadt mit den weltweit besten Kulturdestinationen. Die blühende Metropole ist Heimat des berühmten Bolschoi-Theaters und des beeindruckenden Kremls. Theater, Konzerthallen, schöne Geschäfte, angesagte Restaurants und trendy Clubs gibt es im Überfluss an der Moskwa.

Moskau ist die größte russische und europäische Stadt mit mehr als 12 Millionen Einwohnern. Seit dem 15. Jahrhundert ist es die Hauptstadt Russlands, mit Ausnahme der Jahre von 1712 bis 1918, in denen St. Petersburg Hauptstadt gewesen ist. Moskau wurde im 12. Jahrhundert gegründet und der Kreml als Hauptbefestigungsanlage 1156 erbaut. Die Stadt gewann rasch an Bedeutung, und das Großfürstentum Moskau wurde zum wichtigsten aller Fürstentümer in Zentralrussland – bis zu dem Zeitpunkt, als Ivan III, Großfürst von Moskau, die meisten dieser Staaten unter seiner Kontrolle vereinte. Er befreite Zentralrussland von den Mongolen und Tataren, vergrößerte den russischen Staat und wurde Großfürst von Rus genannt, mit Moskau als Hauptstand. Die Stadt wurde im Laufe ihrer Geschichte mehrmals von Invasoren zerstört: Mongolen, Krimtataren, Polen und Schweden haben die Stadt besetzt und selbst Napoleon blieb sechs Wochen, bevor er im Winter seinen katastrophalen Rückzug antrat. Im Zweiten Weltkrieg wurden die deutschen Armeen nur 20 Kilometer vor Moskau gestoppt. Diese Ereignisse haben das Stadtbild und die Architektur Moskaus geprägt, sodass die Stadt äußerst vielfältig ist: mittelalterliche Festungen stehen neben stalinistischen Wolkenkratzern, schöne barocke und neoklassische Kirchen neben Jugendstilgebäuden. Moskau ist heute ein großes Kultur- und Kunstzentrum mit etlichen Denkmälern auf der UNESCO Weltkulturerbe-Liste, vielen erstklassigen Museen und Theatern, die zu den besten der Welt zählen. Moskau ist eine dynamische, sich ständig verändernde Stadt, die sich in den letzten Jahren als touristische Destination neu erfunden hat.

Transfer zum Hotel.

Unterbringung.

TAG 2 / SAMSTAG: MOSKAU

Frühstück im Hotel.

Die ganze Panoramatour Moskau. Diese Tour ist ideal, um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen – einschließlich des historischen Zentrums und der wichtigsten Monumente. Wir laufen die breiten Alleen und die berühmte Twerskaja-Straße entlang auf die Sperlingsberge – die beeindruckende Lomonossow-Universität, einer der zahlreichen, in der Stadt verstreuten Wolkenkratzer aus der Ära Stalins, immer im Blick. Von den Sperlingsbergen aus kann man das eindrucksvolle Panorama der Stadt bewundern; es folgen ein Besuch des Parks des Sieges und ein Stopp vor dem Nowodewitschi-Kloster mit seinem See, Tschaikowskys Inspiration zum Schwanensee. Am Ufer der Moskwa nähern wir uns dem historischen Zentrum bis fast zum Weißen Haus, dem Regierungsgebäude der Russischen Föderation. Wir werden auch die Arbat Straße passieren, eine belebte Fußgängerstraße mit dem Spitznamen „Moskauer Montmartre“ – sogenannt wegen der zahlreichen Künstler, die einst in der Gegend lebten und wegen der Maler, die heute die Straße bevölkern. Wir kommen an der Christ-Erlöser-Kathedrale vorbei, am Parlamentsgebäude (Duma), am Bolschoi-Theater und sehen schließlich die imposante Fassade des Lubjanka, Sitz des KGB. Wir gehen weiter durch die Gassen des alten Kaufmannsviertels Kitai-Gorod mit seinen zahlreichen kleinen Kirchen bis hin zum Roten Platz, zweifellos einer der schönsten Plätze der Welt und von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Er erhielt den Namen Rot oder „Krasnaja“ auf Russisch, da dieses im Altrussischen das Synonym für „schön“ war. Heute wird der Platz vom Russischen Historischen Museum, vom Kreml und von der Basilius-Kathedrale mit ihren wunderschönen Zwiebeltürmen, gebaut im Auftrag von Ivan dem Schrecklichen, gesäumt. Der Rote Platz ist auch die Heimat des Lenin Mausoleums und, an mehreren Feiertagen im Jahr, Schauplatz von Paraden der russischen Armee.

Besuch des lokalen Marktes.

Besuch des Kreml-Geländes mit seinen Kathedralen. Das Wort „Kreml“ bedeutet Festung auf Russisch, und im Alten Russland hatte jede wichtige Stadt eine Festung, die von einer Mauer umgeben war, um die die wichtigsten Gebäude, Kirchen und Kathedralen schützen. Die Moskauer Festung, die Wiege der Stadt, war die Hauptfestung des Landes und ist von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet worden. Im 12. Jahrhundert erbaut, erhielt sie ihre heutige Form jedoch erst im 15. Jahrhundert. Sie ist ein hervorragendes Beispiel für die verschiedenen Stadien russischer Kunst, ein einziges monumentales Zentrum künstlerischer Architektur, Malerei und Dekoration. Die besten Handwerker und Künstler arbeiteten an den Kirchen, Kathedralen und Palästen und hinterließen unbezahlbare Werke – sie legten hier den Grundstein für die Macht und den Ruhm Russlands. Der Kreml ist auch heute noch Sitz einiger der wichtigsten politischen und religiösen Behörden: der Präsidentenpalast, verschiedene administrative und militärische Bauten wie der Senat und die Rüstkammer sowie zahlreiche Kirchen und Kathedralen liegen hier. Seine Mauern sind 19 Meter hoch und 2.235 Meter lang; sie bestehen aus 8 kg schweren Ziegeln und ragen über der Moskwa und dem Roten Platz empor. Im Kreml besichtigen wir die große „Zarenglocke“, die 1733 geschmiedet wurde, und die „Zarenkanone“, eine der größten Kanonen der Welt. Sie wurde 1586 von Andrew Tschochow geschmiedet und diente der Verteidigung des Spasskaya Turms. Glücklicherweise wurde sie aber niemals benutzt. Der Domplatz ist ein architektonisches Juwel, flankiert von der Verklärungskathedrale, der Verkündigungskathedrale und der Erzengel-Michael-Kathedrale.

Stadtrundgang durch das historische Zentrum. Wir beginnen unsere Tour am Manege-Platz, dem früheren Gelände der kaiserlichen Stallungen und des alten Viehmarktes. Wir passieren den russischen „Kilometer Null“ und setzen unseren Rundgang fort, unterwegs bewundern wir die Jugendstil-Fassaden der luxuriösen Hotels National und Metropol sowie des Parlamentsgebäudes (Duma). Wir halten vor dem Bolschoi-Theater und dem beeindruckenden Sitz des KGB, Lubjanka. Wir werden durch die Gassen der alten Kaufmannsviertel von Kitai-Gorod schlendern, Heimat zahlreicher kleinerer Kirchen, darunter die Kathedrale der Maria von Kasan und die Epiphanien-Kathedrale zu Jelochowo. Als nächstes sehen wir das GUM, ein berühmtes historisches Warenhaus, das in einen wahren Luxustempel verwandelt wurde. Anschließend geht es weiter zum Roten Platz, UNESCO-Weltkulturerbe und zweifellos einer der schönsten Plätze der Welt. Der Platz erhielt den Namen Rot bzw. „Krasnaja“ auf Russisch, weil dies im Altrussischen das Synonym für „schön“ war. Heute ist der Platz umgeben vom berühmten Staatlichen Historischen Museum, dem Kreml sowie der Basilius-Kathedrale mit ihren legendären Zwiebeltürmen, gebaut im Auftrag von Ivan dem Schrecklichen. Der Rote Platz ist auch Heimat des Lenin Mausoleums und mehrmals im Jahr Schauplatz von Paraden der Russischen Armee. Entlang der Kremlmauern spazieren wir zum Alexandergarten, dem ältesten Garten in Moskau, und zum Grab des Unbekannten Soldaten mit der Ewigen Flamme.

Außenbesichtigung der Basilius-Kathedrale. Dieses architektonische Meisterstück gilt als eines der Hauptsymbole Moskaus. Die ganze Gebäudegruppe ist sorgfältig angelegt und hat die Form eines griechischen Kreuzes. Dieses Kreuz orientiert sich an der zentralen Kirche und an vier Kapellen, die die  vier Himmelsrichtungen darstellen, zwischen denen vier weitere kleinere Kapellen stehen. Die zentrale Kirche ist 57 Meter hoch und wird von einem zeltförmigen Dach überragt, die spektakulären Zwiebelturmkuppeln werden von einem großen vergoldeten Kreuz gekrönt. Die Kathedrale wurde im Auftrag von Ivan dem Schrecklichen zwischen 1555 und 1561 gebaut. Gewidmet ist sie seinen Siegen über die Goldene Horde. Nach langer Belagerung übernahm der Zar hier am 1. Oktober 1552 nach 300 Jahren Besetzung durch die Tataren die Stadt Kasan, am selben Tag fand die orthodoxe Feier der Fürbitte statt. Der Kirchenname erinnert an dieses Ereignis: Die Kirche der Fürbitte der Heiligen Jungfrau Maria bekam den Namen „Basilius“ nach dem Bau einer 10. Kapelle auf dem Grab von Vasili (Basilius). Vasili war ein einfacher Mensch, der 1580 heiliggesprochen wurde. Er widmete sein Leben den armen Leuten und war sehr beliebt in Moskau, hat aber auch den Sieg Ivans des Schrecklichen vorausgesagt. Die Legende sagt, dass Ivan der Schreckliche so beeindruckt von der Kathedrale war, dass er befahl, den Architekten zu blenden – nur um sicherzustellen, dass dieser nicht in der Lage sein würde, ein zweites, ähnliches Bauwerk zu errichten.

Besuch vom GUM.

TAG 3 / SONNTAG: MOSKAU

Frühstück im Hotel.

Besuch der Moskauer Metro. Die Moskauer Metro gilt als „Volkspalast“, eröffnet wurde sie am 15. Mai 1935 von der sowjetischen Regierung als Symbol für die technologischen und industriellen Fähigkeiten des politischen Systems. Die wichtigsten Künstler jener Zeit beteiligten sich an ihrer Gestaltung. Die Materialien wurden als Zeichen der Vereinigung des sowjetischen Volkes aus allen Ecken des Landes herantransportiert. Heute ist die Metro mit ihren 200 km langen Schienen und 145 Stationen immer noch Hauptverkehrsader der Stadt und sogar eine der wichtigsten weltweit. Wir werden die schönsten und luxuriösesten Stationen besuchen: Mehr als 20 Arten von Marmor, Granit und Onyx sowie Gemälde, Majolika, Glas, Wandmalereien, Mosaiken u.v.m. wurden verarbeitet.

Besuch in Samoskworetschje. Diese charmante Ecke im lebhaften Moskau liegt südlich des Kremls hinter der Moskwa. Es ist ein Stadtteil, der sich von den anderen unterscheidet, denn hier können immer noch die traditionellen russischen Häuser bewundert werden. Trotz des kommunistischen Regimes, unter dem die meisten Kirchen in Moskau zerstört wurden, hat hier jede Straße eine eigene Kirche. Während Samoskworetschje seit dem 18. Jahrhundert Heimat für Kunsthandwerker und Händler war, lebten auf der anderen Seite des Flusses die Machthaber und der Adel. Im 19. Jahrhundert kamen Künstler, Architekten und Schriftsteller nach Samoskworetschje, um hier von der Kreativität und Dynamik zu profitieren. In ruhiger und malerischer Atmosphäre werden wir die eleganten Fassaden, die kleinen Kirchen und die schönen Paläste aus dem 18. und 19. Jahrhundert bewundern.

Besuch der Tretjakow-Galerie. Diese einzigartige Galerie wurde nach ihrem Gründer, dem berühmten Händler Pawel Tretjakow (1832-1898), einem der Hauptsponsoren russischer Kunst des 19. Jahrhunderts, benannt. Tretjakows Traum war es, ein großes Museum zu bauen, das für jeden offen sein sollte – unabhängig von Klasse oder Reichtum. Es entstand eine bedeutende Sammlung an Exponaten, die es den Menschen ermöglichen sollte, die Geschichte der russischen Kunst zu verstehen. Mit der Einweihung der Galerie 1881 verwirklichte er das Projekt, zu dem er selbst mehr als 2.000 Exponate aus seiner eigenen Sammlung in Moskau zusteuerte. So entstand bis heute ein eindrucksvolles Museum mit mehr als 130.000 Kunstwerken von russischen Künstlern – ein Gesamteindruck der russischen Malerei vom 11. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Das Kostbarste ist die Ikonensammlung, die bekanntesten Stücke davon sind die byzantinische „Jungfrau von Wladimir“, zurückführen auf die Legende von Lukas, sowie das Meisterwerk von Andrej Rubljow, „Trinität“.

Besuch von Ismailowo. Ganz in der Nähe von Moskau liegt Ismailowo, berühmt für seinen riesigen Flohmarkt, auf dem man nicht nur günstig Souvenirs erstehen kann, sondern auch wertvolle Gegenstände, angefertigt von den besten Handwerkern. Zu finden gibt es die typischen russischen Puppen, Schmuck, Objekte aus der Sowjetära und Kunsthandwerk aus dem ganzen Land. Die Palette der Produkte und ihre vielfältigen Ursprünge sind der Beweis dafür, dass wir hier an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien stehen.

Stopp bei Denkmals für die Eroberer des Weltraums und der Kosmonauten Allee. Die Kosmonauten Allee im Allrussischen Ausstellungszentrum (VDNKh) ist eine große Fußgängerstraße mit Statuen der wichtigsten Figuren in der Geschichte der sowjetischen und russischen Eroberung des Weltraums. Am Ende der Allee, auf dem Dach des Kosmonautenmuseums, befindet sich in 107 Metern Höhe das atemberaubende, mit Titan bedeckte Denkmal für die Eroberer des Weltraums. Es hat die Form einer Rakete, die Richtung Himmel aufsteigt und eine riesige Rauchwolke hinterlässt. Am Fuß des Denkmals befindet sich das Kosmonautenmuseum.

Besuch der Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft. In einer Führung werden wir Wissenswertes über die besondere, sowjetisch geprägte Architektur des Ausstellungszentrums erfahren. 1935, auf dem Höhepunkt der stalinistischen Ära, wurde mit seinem Bau begonnen. Ziel war die Schaffung eines Vorzeigeobjektes, das die Errungenschaften der Sowjetunion zur Schau stellen sollte. Wir sehen verschiedene, im typischen Stil dieser Ära erbaute Pavillons, sowie Skulpturen, die ebenfalls dem Geist dieser Zeit verhaftet sind. Ein Beispiel hierfür ist die weltberühmte Skulptur „Arbeiter und Kolchosbäuerin“ von Wera Muchina. Aber auch Tupolevs, Proton-Raketen und sogar die berühmte Buran-Rakete, die sowjetische Kopie des amerikanischen Space Shuttle, sind hier zu sehen. Die Ausstellung der sowjetischen Errungenschaften ist auch bei der Moskauer Bevölkerung ein beliebtes Ziel für Wochenendausflüge.

TAG 4 / MONTAG: MOSKAU – SERGIJEW POSSAD – PERESLAWL-SALESSKI – ROSTOW – JAROSLAWL

Frühstück im Hotel.

Sergijew Possad. Etwa 70 Kilometer nordöstlich von Moskau liegt Sergijew Possad, eine Stadt in der Region Goldener Ring und zugleich Schauplatz des Lebens des Heiligen Sergius von Radonesch, einem berühmten Einsiedler im 14. Jahrhundert. Hier gründete Sergius ein einfaches Kloster, einen Holzbau, der kurze Zeit nach seinem Tod von den Tataren zerstört wurde. Sein Grab blieb jedoch – aus welchem Grund auch immer – unversehrt. Das Dreifaltigkeitskloster wurde im 15. Jahrhundert um dieses Grab herum errichtet. Schon bald wurde es zum wichtigsten Zentrum der russisch-orthodoxen Kirche. Der enorme Reichtum des Klosters ließ an diesem Ort eine Siedlung von Kaufleuten (posad) entstehen, aus der die heutige Stadt Sergijew Possad hervorging.

Besuch des Dreifaltigkeitsklosters. Das Kloster in seiner Grundstruktur wurde im Jahr 1340 von Sergius von Radonesch als Holzbau errichtet. Nach seinem Tod wurde es von den Tataren zerstört, allerdings begannen bereits 1422 die Arbeiten am Wiederaufbau über dem Grab des Heiligen Sergius, dessen sterbliche Überreste bis heute im Kloster aufbewahrt werden. Ivan III und insbesondere Ivan der Schreckliche trugen maßgeblich zur Vergrößerung und zum Wohlstand des Klosters bei, dessen Fresken von Meistern aus Jaroslawl gemalt wurden und dessen Ikonostase von Andrey Rubljow stammt. Hohe Verteidigungsmauern aus Stein und viele weitere Gebäude wurden errichtet – und mit der Zeit bekam das Kloster den Titel Lavra, der nur den bedeutendsten orthodoxen Klöstern vorbehalten war, denn es hatte sich zum wichtigsten spirituellen Zentrum in Russland entwickelt. Die Architektur ist typisch für den Militär-Stil des 15. bis 18. Jahrhunderts, jene Epoche also, in der das Kloster gewachsen war. Das zurzeit aktive Dreifaltigkeitskloster verfügt über ein Seminar, ein Institut für Technik sowie ein Pilgerzentrum – seit 1988 ist es die Residenz des Patriarchen von ganz Russland und wird oft als „Russischer Vatikan“ bezeichnet. Unter seinen zahlreichen Kirchen und Kathedralen sticht insbesondere die Dreifaltigkeitskathedrale mit dem Grab des Heiligen Sergius hervor sowie einer Kopie der berühmten Dreifaltigkeitsikone von Andre Rubljow, deren Original sich in der Tretjakow Galerie in Moskau befindet. Die Hauptkuppel war auf Geheiß Ivans IV des Schrecklichen golden, um an seinen Sieg bei Kazan zu erinnern. Die Himmelfahrtskathedrale, die das Grab Boris Godunows und seiner Familie beherbergt, hat die gleichnamige Kathedrale in Moskau als Vorbild gewählt. Weitere bedeutende Bauwerke sind die barocke Kirche der Gottesmutter von Smolensk und die Heiliggeistkirche, der beeindruckende, 88 m hohe Glockenturm, das Refektorium des Heiligen Sergius, das das größte in ganz Russland ist. Innerhalb der befestigten Klostermauern befinden sich auch zivile Gebäude wie zum Beispiel der Palast der Metropole und der Palast der Zaren, dessen Fassade im Schachbrettmuster gehalten ist. Während der Russischen Revolution war das Kloster geschlossen und die Mönche waren in Arbeitslagern. Erst im Jahr 1946 wurde das Kloster wieder geöffnet. Das Dreifaltigkeitskloster in Sergijew Possad ist von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.

Pereslawl-Salesski. Diese alte Stadt des Goldenen Rings liegt am Ufer des Pleschtschejewosees zwischen Moskau und Jaroslawl. Gegründet wurde sie im Jahr 1152 von Prinz Yuri Dolgoruki, dem Gründer Moskaus und weiterer Städte des Goldenen Rings. Dolgoruki veranlasste die Verlegung der Hauptstadt Russlands von Kiew in diese Region. Dank ihrer günstigen strategischen Lage gewann die Stadt bald an Bedeutung. Zahlreiche Persönlichkeiten der russischen Geschichte waren mit Pereslawl-Salesski verbunden – so etwa der hier gebürtige Alexander Newskij oder Peter der Große, der viele Jahre seiner Kindheit hier verbrachte. Hier am Pleschtschejewosee konstruierte Peter der Große ein kleines Modell dessen, was später die erste russische Flotte werden sollte. Die Stadt beeindruckt sowohl durch ihre herrliche landschaftliche Lage als auch durch ihre Architektur: zauberhafte Holzhäuser am See, die zahlreiche Maler und Künstler angelockt haben, eine alte Festung auf einem Hügel und unzählige Klöster.

Panoramatour durch Pereslawl-Salesski. Wir sehen die Verklärungskathedrale, deren Bau mit der Gründung der Stadt zusammenfiel, ferner schauen wir uns eine Auswahl an Klöstern aus dem 11. Jahrhundert an: Troitse-Danilowski, Nikita, Fjodor und Gorizki.

Besuch des Kreml-Geländes von Rostow. Der nach dem Moskauer Kreml wohl schönste und eindrucksvollste Kreml des Landes ist von hohen Mauern umgeben und mit 11 Türmen befestigt. Die Anlage besteht aus drei Teilen – dem Kathedralenplatz, dem Bischofshof und dem Garten der Metropole. Über den Kathedralenplatz gelangen wir in die zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert errichtete Himmelfahrtskathedrale. Ihr Turm ist der berühmteste von ganz Russland, und jede der 15 Glocken trägt einen eigenen Namen. Die größte der Glocken wiegt 32 Tonnen und machte den Bau eines zweiten, parallelen Turms notwendig, um sie zu stützen. Viele weitere wunderschöne Gebäude säumen den Weg zwischen Kreml und See – unter ihnen sticht insbesondere die Kirche des Heiligen Johannes ins Auge. Der Kreml von Rostow ist ein Kandidat für die Auszeichnung als UNESCO Weltkulturerbe.

Abreise nach Jaroslawl.

Transfer zum Hotel.

Unterbringung.

TAG 5 / DIENSTAG: JAROSLAWL – KOSTROMA – SUsDAL

Frühstück im Hotel.

Jaroslawl Panoramatour. Prinz Jaroslaw der Weise gründete im Jahre 1010 am Zusammenfluss von Wolga und Kotorosl, wo einst eine Wikingersiedlung gestanden hatte, die nach ihm benannte Stadt. Dank der günstigen Lage an der Wolga konnte die Stadt schnell wachsen und sich als Handelsplatz etablieren. 1218 wurde die Stadt ein Fürstentum, 1463 verband sie sich mit Moskau. Im 17. Jahrhundert wurde sie zur zweitwichtigsten Stadt in ganz Russland – und diente, während der Besetzung Moskaus durch die Polen, sogar vorübergehend als Hauptstadt. Jaroslawl erlebte eine zweite wirtschaftliche Blüte, die es seiner Lage zwischen Moskau und dem Seehafen Archangelsk verdankte. Im 18. Jahrhundert legte Katharina die Große einen Plan für die weitere Entwicklung der Stadt vor und brachte damit eine industrielle Entwicklung ins Rollen, die bis ins 19. und 20. Jahrhundert anhalten sollte. Die reiche Vergangenheit brachte ein ansehnliches kulturelles Erbe mit sich: Jaroslawl ist ein architektonisches Juwel – seine Klöster und Kirchen gehören zu den edelsten in Russland und propagieren einen einzigartigen, regionalen Architekturstil, der sich im ganzen Land verbreitet hat („Jaroslawl-Stil“). Kirchen aus roten Backsteinen, die mit hellen Ziegeln gedeckt und mit farbenfrohen Fresken geschmückt sind, sind typisch für diesen Stil. Jaroslawl ist eine der Städte im Goldenen Ring und wird als UNESCO Weltkulturerbe geführt.

Das Stadtzentrum entspricht den Plänen aus dem 18. und 19. Jahrhundert und hat sich auch dementsprechend entwickelt: hier befinden sich die Galerien Gostinny Dvor (1818), die Bürogebäude der Regierung (1785), Haus Wachromejew, die Staatliche Universität – ehemals das Haus der Wohltätigkeit (1786) – und die Feuerwehr, die in einem Jugendstilgebäude von 1911 untergebracht ist. Wir lernen ferner mit dem Wolkow Theater das älteste, 1750 gegründete Theater Russlands kennen, das heute allerdings in einem Gebäude aus dem Jahr 1911 residiert, sowie viele neoklassische Privatresidenzen, Verwaltungsgebäude und die Promenade an der Wolga. Der Kreml befand sich an der Strelka, dort, wo Wolga und Kotorosl zusammenfließen, bis er 1658 niederbrannte. An genau dieser Stelle wurde die herrliche ChristiVerklärungskathedrale errichtet, die 1937 von den Sowjets zerstört, dann restauriert und zum 1.000 Geburtstag der Stadt im Jahre 2010 wiedereröffnet wurde. Die wunderschöne EpiphanienKirche mit ihren fünf Kuppeln ist ebenfalls ganz in der Nähe – ein Paradebeispiel für eine russische Kirche im Mittelalter. Das beste Beispiel für eine Kirche im „Jaroslawl“-Stil ist die Kirche Johannes des Täufers mit ihrem aufwändig gestalteten, reich verzierten Äußeren. Schließlich bewundern wir mit dem Christi-Verklärungs-Kloster und der Kirche des Propheten Elija noch weitere Glanzlichter von Jaroslawl.

Besuch des Christi-Verklärungs-Klosters an der Wolga, errichtet zum Schutz der Stadt als Kreml oder Festung mit hohen weißen Mauern und Türmen. Innerhalb dieser Mauern befinden sich mit der bemerkenswerten ChristiVerklärungsKathedrale (1516) das älteste Bauwerk der Stadt sowie weitere Kirchen, Belfriede und Verliese. Von diesem Kloster brachen die russischen Bauernarmeen auf, um Moskau von den polnischen Armeen zu befreien – und von hier trat Michael I 1613 die Reise nach Moskau an, um sich als erster Angehöriger der Romanow-Dynastie zum Zar krönen zu lassen.

Abreise nach Kostroma.

Kostroma Panoramatour. Kostroma ist die nördlichste Stadt des Goldenen Rings, sie liegt an den Ufern der Wolga. Dort, wo die Wolga auf die Kostroma trifft, gründete Prinz Yuri Dolgoruki, der Begründer Moskaus, im Jahr 1152 die Stadt Kostroma. Viele Male wurde die Stadt besetzt und zerstört – von Mongolen, Tataren und Flusspiraten aus Nowgorod. Nach dem letzten Angriff durch die Polen bot eine Delegation aus Moskau Michael Romanow, der zu dem Zeitpunkt im Ipatjew Kloster vor Ort lebte, die Krone des Zaren von Russland an. So endete die Zeit der Unruhe mit dem ersten Romanow Zar. Die Romanows stellten Kostroma unter ihren Schutz; etliche von ihnen kamen zurück und besuchten die Stadt, so auch der letzte Zar, Nikolas II. Die Stadt wuchs und entwickelte sich zum Handelszentrum – zunächst als Hafen an der Wolga, später dank der Niederlassung der Moskauer Gesellschaft, die das Handelsmonopol zwischen England und Russland über den nördlichen Seehafen Archangelsk besaß. Im 17. Jahrhundert war Kostroma hinter Moskau und Jaroslawl die drittgrößte Stadt Russlands. 1773 zerstörte ein Großbrand weite Teile der Stadt – das Feuer brachte jedoch auch einen Hoffnungsschimmer mit sich: Katharina die Große beschloss, ihre Pläne zum Städtebau in Kostroma umzusetzen. Eine eigene, unverwechselbare Architektur entstand, die noch heute gut sichtbar ist. Der historische Stadtkern ist weitgehend intakt und fasziniert seine Besucher mit einer Mischung aus provinziellem Charme, den typischen Isbas (kleine Holzhäuser) und barocken sowie neoklassischen Gebäuden. Kostroma ist Russlands größter Produktionsstandort für Textilwaren und Schmuck – und auch Snegurotschka („Schneekind“), eine Figur im russischen Märchen, kommt von hier. Sie ist zugleich Enkelin und Helferin von Ded Moroz, dem russischen Gegenstück zu unserem Weihnachtsmann.

Wir werden einen Blick auf die Städtebau-Pläne Katharinas der Großen werfen, die – der Legende nach – ihren Fächer auf den Stadtplan legte, um ihre Ideen von einem neuen Straßendesign zu verdeutlichen. Ausgehend von einem Platz am Ufer der Wolga, dem heutigen Sussaninplatz, führen die Straßen zu bedeutenden Sehenswürdigkeiten – wie dem 1827 erbauten Feuerwachturm, der Hauptwache, dem Palais von General Borschtschow (1824), dem Drama Theater (1863) und dem Mikhail Romanow Denkmal. Auch die berühmten „Handelsgalerien“ oder „Handelsreihen“, deren neoklassischer Stil auf das Jahr 1786 zurück geht, befinden sich hier ganz in der Nähe. Mit dem Bau der Galerien wollte man die Handelstätigkeiten in der Stadt konzentrieren, die Arbeit der Händler einfacher gestalten und das Leben der Steuereintreiber angenehmer machen. Die Galerien verfügten über ein oberes Stockwerk für das Lager, gehandelt wurde ebenerdig. Jede der Galerien war einer Gesellschaft oder sogar einem speziellen Produkt gewidmet: die Blumengalerie, Milch, Tabak, Öl, Fisch, Süßwaren, etc. Das EpiphanienKloster ist hingegen eine Oase der Ruhe, und hinter den dicken Mauern und imposanten Türmen geht das Klosterleben auch heute noch ungestört seinen Gang. In der EpiphanienKathedrale, dem ältesten Steingebäude in Kostroma, befindet sich die byzantinische Ikone der Heiligen Jungfrau Theodora, der man Wunderkräfte zuschreibt. Die Christi-Auferstehungs-Kirche im Walde diente unter sowjetischer Herrschaft als Gemüsespeicher, anschließend wurde sie nach und nach restauriert.

Besuch des Ipatjew (Ipatios) Klosters, das 1330 am Zusammenfluss von Wolga und Kostroma errichtet wurde. Das Kloster war stark befestigt und so können wir noch heute die Mauern aus dem 16. Jahrhundert bewundern, den Belfried, die Türme – eines der wenigen mittelalterlichen Gebäude, die dem Feuer von 1773 widerstanden haben. Die Dreifaltigkeitskathedrale auf dem Klostergelände stammt aus dem 16. Jahrhundert und zählt wunderschöne Fresken und Ikonen so herausragender Künstler wie Nikitin und Sawin zu ihrem Besitz. Auch der Romanow Palast, der im 17. Jahrhundert für Michael Romanow und seine Mutter errichtet worden war, befindet sich innerhalb der Klostermauern. Während der polnischen Invasion nutzten die Romanows den Palast als Versteck. Hier empfing Michael I den Segen als erster Romanow-Zar.

Kleine Flusskreuzfahrt auf Wolga (30 min.). Die Wolga ist der größte und breiteste Fluss in Europa – ein Symbol für alle Russen, die auch gerne von “Mutter Wolga” reden. Sie entspringt in den Hügeln des Waldai zwischen Moskau und St. Petersburg und zieht sich durch den größten Teil des europäischen Russlands, vorbei an elf die zwanzig bevölkerungsreichsten Städte des Landes, bis sie das Kaspische Meer erreicht. Die Wolga kann fast in ihrem gesamten Verlauf befahren werden und ist über Nebenflüsse, Seen und Kanäle mit der Ostsee sowie dem Schwarzen und Weißen Meer nebst Moskau und St. Petersburg verbunden. Über Jahrhunderte war der Fluss eine bedeutende Handelsachse. In vielen Episoden der russischen Geschichte spielt er eine wichtige Rolle – Traditionen, Literatur, Kunst und Folklore sind davon beeinflusst. Viele Sehenswürdigkeiten liegen an den Ufern der Wolga und ziehen sich von der Taiga in Nordrussland bis zur trockenen Steppenlandschaft am Kaspischen Meer. Die weißen Mauern der Klöster im Norden, die Zwiebeltürme der Städte des Goldenen Rings und die hohen Minarette der tatarischen Moscheen in Kazan sind so vielfältig wie die Landschaft selbst – und wie die russische Seele.

Abreise nach Susdal.

Transfer zum Hotel.

Unterbringung.

TAG 6 / DIENSTAG: SUSDAL – KIDEKSCHA – SUSDAL

Frühstück im Hotel.

Susdal Panoramatour. Die im Jahr 1024 gegründete Stadt gilt als Paradebeispiel mittelalterlicher russischer Architektur – ein fantastisches Ensemble 200 (religiöser) Sehenswürdigkeiten, darunter 27 Glockentürme und fünf Klöster. Die ersten Siedlungen aus dem 9. und 10. Jahrhundert wurden im 11. Jahrhundert zu einer befestigten Stadt erweitert – von der Festung gut beschützt, entwickelte sich Susdal bald zu einem bedeutenden religiösen Zentrum. Vor allem im 13. und 14. Jahrhundert entstanden weitere Klöster und eine Siedlung für Kaufleute und Handwerker (posad) rundete das Gesamtbild ab. Zum Fürstentum Wladimir Susdal, dem Herzstück des alten Russlands, gehörten die meisten Städte des Goldenen Rings. Als die Stadt mit dem beginnenden 17. Jahrhundert an Bedeutung verlor, blieb zumindest die mittelalterliche Architektur in ihrem Originalzustand erhalten. Susdal überrascht mit einer Vielzahl sehenswerter Gebäude in seinen Alleen und an seinen Flüssen und Seen, sodass Besucher die ganz besondere Atmosphäre einer beinahe vollständig erhaltenen russischen Siedlung genießen können. Aber auch die herrliche Umgebung trägt dazu bei, dass Susdal zu den am häufigsten besuchten Städten des Goldenen Rings gehört und von der UNESCO als Weltkulturerbe gelistet ist.

Aus städtebaulicher Sicht ist Susdal außergewöhnlich – die Häuser liegen verstreut zwischen Hügeln, Feldern, Flüssen und Seen am Kamenka. Auf unserer Tour werden wir versuchen, das künstlerische Erbe dieser Stadt zu begreifen und uns so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich anschauen: den Kreml, das Euthymios Kloster und den Konvent der Fürbitte und Fürsprache. Ferner sehen wir die bemerkenswerte Architektur des Alexander Konvents (1240), die Handelsreihe oder den Platz der Kaufleute sowie die Basilius Kloster. Wir werden feststellen, dass die meisten der Kirchen in Susdal „paarweise“ gebaut worden sind.

Besuch des Kremls von Susdal. Wie jeder andere Kreml in Russland, so war auch diese Festung aus dem 11. Jahrhundert das religiöse, zivile und militärische Zentrum der Stadt. Hier wurden die wichtigsten Gebäude errichtet und hier suchte man Zuflucht. Noch heute schlägt hier das Herz der Stadt Susdal und noch immer befinden sich hier, über den Hang verstreut und mit herrlichem Blick auf die Stadt, die bedeutendsten Gebäude. Im Kreml selbst ist die Muttergottes-Geburtskathedrale mit ihren goldenen Pforten aus dem 13. Jahrhundert, den fünf Türmen und den erhabenen Wandfresken das bekannteste Bauwerk. Unmittelbar daneben befinden sich Galerie und Kreuzkammer, beide im erzbischöflichen Palast aus dem 15. Jahrhundert. Die kleine, elegante Holzkirche St. Nikolaus, 1766 in der Nähe von Susdal erbaut, wurde von ihrem Originalstandort hierhergebracht und wieder aufgebaut. Sie stellt einen interessanten architektonischen Kontrast zur Kirche Johannes des Täufers (1720) dar, die nur teilweise aus Holz ist.

Besuch des Museums für Holzarchitektur in Susdal. Das Museum liegt in Flussnähe am Kreml (und früheren Dimitri Kloster) und zeigt mehr als 20 Kaufmannshäuser, Bauernhöfe, Windmühlen, Kirchen und sonstige, für diese Gegend typische Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die gezeigten Häuser stammen aus verschiedenen Orten der Region. Auch das Handwerk wird in diesem Museum demonstriert; Arbeiter in traditionellen Kostümen drehen für uns die Uhr zurück und erlauben uns, einen Blick auf das tägliche Leben im alten Russland zu werfen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die beiden Holzkirchen Verklärungskirche (1756) und Auferstehungskirche (1776).

Besuch des Euthimius-Klosters. Als Festung im Jahr 1352 gegründet, wurde das Kloster mit Unterstützung wohlhabender Kaufleute und Bojaren zum Schutz vor Tataren-Invasionen weiter verstärkt. Fast 1200 m Verteidigungsmauern aus solidem Stein, 9 m hoch und 6 m dick, waren mit 12 Wachttürmen gesäumt. Glocken aus der ganzen Region wurden zum Kloster gebracht. Zarin Katharina die Große nutzte die Kloster-Festung als Gefängnis für ihre Feinde. Noch unter sowjetischer Herrschaft war das Gefängnis in Betrieb – von Paulus wurde nach der Niederlage bei Stalingrad hier inhaftiert. Im Kloster sehen wir die Himmelfahrtskirche und die Verklärungskathedrale mit ihren sieben Türmen und dem spektakulären Spitzturm. Künstler aus Kostroma haben 1689 die Fresken gemalt.

Besuch des Konvents Fürbitte und Fürsprache (Pokrowski). Der 1264 erbaute Konvent liegt am anderen Ufer der Kamenka. Innerhalb seiner Mauern befindet sich die Kathedrale. Sie stammt aus dem Jahr 1518 und hat, anders als die meisten russischen Kirchen, kein einziges Gemälde im Innenraum. Adelige und Zaren pflegten adelige Damen hier einzusperren, mit denen sie Konflikte hatten. Auch die Zaren Vasili III, Ivan der Schreckliche und Peter der Große trugen auf diese Art und Weise Konflikte mit ihren ersten Gattinnen aus.

Besuch der Stadt Kidekscha. Diese kleine Stadt liegt in der Nähe von Susdal – dort, wo Nerl und Kamenka aufeinandertreffen. Gegründet im 12. Jahrhundert, war die befestigte Stadt bis zu ihrer Zerstörung durch die Mongolen ein bedeutender Handelsplatz. Die Kirche Boris und Gleb, im Auftrag Yuri Dolgorukis 1152 erbaut, ist das älteste russische Gebäude aus weißem Kalkstein. Sie gilt als UNESCO Weltkulturerbe. Der Legende nach hielten die Märtyrer Boris und Gleb, die ersten Heiligen der russisch-orthodoxen Kirche, auf ihrem Weg nach Kiew hier an.

TAG 7 / DIENSTAG: SUSDAL – BOGOLJUBOWO – WLADIMIR – MOSKAU

Frühstück im Hotel.

Besuch von Bogoljubowo. Bogoljubowo liegt am Rand von Wladimir – der Name bedeutet „von Gott geliebt“. Im Jahr 1158 hatte Prinz Bogolyubsky von Wladimir eine Vision: Er sah die Jungfrau Maria in der Nähe der Stadt – an der Mündung der Flüsse Nerl und Kljasma. Umgehend gab er den Befehl, an dieser Stelle eine Kirche zu errichten, die von einer kleinen, befestigten Stadt umgeben sein sollte. Dies war der Ursprung der heutigen Stadt – die Arbeiten an Kirche und Stadt wurden 1165 beendet. Wir sehen ferner die Ruinen von Prinz Bogoljubskis Schloss mit dem Treppenturm sowie der im 17. Jahrhundert erbauten Kirche Mariä-Schutz-und-Fürbitte, die ebenfalls Teil des Klosters ist. Diese Gebäude gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Panoramatour in Wladimir. Die Wiege Russlands und, mit dem benachbarten Susdal, der Ursprung seiner Geschichte. Wladimir besticht mit einem reichen historischen Erbe. Die ersten Bewohner lassen sich (mindestens) für die Altsteinzeit nachweisen – die Siedlung Sungir ist 25.000 Jahre alt. Die jetzige Stadt Wladimir wurde 1108 von Prinz Wladimir Monomach von Kiew gegründet – die moderne Forschung schreibt die Stadtgründung allerdings Wladimir dem Großen zu, dem Vater der orthodoxen Kirche Russlands, und datiert sie auf das Jahr 990. Die Bedeutung der Stadt erreichte ihren Höhepunkt unter Prinz Andrei Bogolyubsky, der sie zur Hauptstadt des Fürstentums Wladimir-Susdal machte und somit zur wichtigsten Stadt Russlands (ab 1157). Mit der mongolischen Invasion 1238 begann die Bedeutung Wladimirs zugunsten Moskaus zu schwinden. Nichtsdestotrotz blieb hier bis 1325 der Sitz der russisch-orthodoxen Kirche und bis in das Jahr 1432 wurden die Großfürsten Russlands in Wladimir gekrönt. Die nachlassende Bedeutung Wladimirs hat allerdings zum Erhalt seiner mittelalterlichen Bauten beigetragen – und gewiss auch zur Auszeichnung der Stadt des Goldenen Rings als UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Mehrzahl der interessanten Bauwerke in Wladimir wurde sowohl von russischen als auch von ausländischen Architekten und Künstlern in den ruhmreichen Tagen der Stadt erbaut. Unsere Tour beginnt im Zentrum, wo neben dem Goldenen Tor viele weitere Sehenswürdigkeiten zu finden sind. Das Goldene Tor wurde 1158 als Teil der Stadtmauer errichtet und diente als Hauptzugang zur Stadt. Das Tor war mit goldenen Plättchen bedeckt; eine kleine Kirche, die oben auf dem Tor thronte, diente der Aufbewahrung des Heiligen Gewandes.

Besuch der Himmelfahrtskathedrale (Verklärungskathedrale), die von dem hier ruhenden Prinz Andrei Bogolyubsky in Wladimirs früherem Kreml errichtet worden war. Die Kathedrale sollte das Zentrum der russischen Kirche sein, ihre Gemälde gehörten zum Feinsten in der gesamten russischen Kunst. Als die Originalfresken 1238 von den Mongolen zerstört wurden, malte Großmeister Andrei Rubljow 1408 neue Fresken, eine barocke Ikonostase wurde 1774 hinzugefügt. Die Kathedrale gehört zu den berühmtesten Bauwerken Russlands und inspirierte zahlreiche Kirchen und Kathedralen im gesamten Land – allen voran die Namensschwester im Moskauer Kreml.

Außenansicht der Demetrius Kathedrale. 1194 als königliche Kirche für Prinz Vsevolod III errichtet, sind die Steinornamente der Fassade die größte Attraktion. Die König David, Alexander dem Großen und Samson gewidmeten Szenen auf der Fassade werden in der Kirche durch Fresken aus dem 12. Jahrhundert ergänzt. Hier wird das Jüngste Gericht dargestellt.

Abreise nach Moskau.

Transfer zum Hotel.

Unterbringung.

TAG 8 / MITTWOCH: MOSKAU (ABREISE)

Frühstück im Hotel.

Transfer zum Flughafen.

Die Reihenfolge der Besichtigungen und Ausflüge kann aufgrund der örtlichen Anforderungen geändert wird.

HOTELS

MOSKAU:

4*: Izmailovo Vega, Park Inn Izmailovo, Bega, oder vergleichbar

4* Sup: Holiday Inn, Radisson, Novotel, Azimut, Borodino, oder vergleichbar

JAROSLAWL:

3* Sup.: Ibis, oder vergleichbar

4* Sup.: Park Inn, SK Royal, oder vergleichbar

SUSDAL:

3* Sup.: Sokol, Velyi, oder vergleichbar

4* Sup.: Pushkarskaya Sloboda, Nikolaevsky Possad, Azimut, oder vergleichbar

Alle unsere Hotels befinden sich im oder in der Nähe des Stadtzentrums.