Der Imandra See

Der Imandra See ist der zweitgrößte See in der europäischen Arktis und der größte in Russisch-Lappland. Sein Ufer verläuft in ungewöhnlichen Formen und lässt viele Buchten, Kaps und Inselchen entstehen. Die tiefste Stelle ist 67 m tief, die Wasseroberfläche beträgt etwa 850 km² und der See liegt circa 150 km südlich von Murmansk. Das Wasser ist klar und reich an Fisch.

Fahrt mit dem Husky-Schlitten.  Hier liegt auch die Husky-Farm, die wir heute besuchen wollen. Die Hunde werden auf der Farm an das unerbittliche Polarklima und die rauhen Lebensbedingungen gewöhnt. Nach 15 Minuten Fahrt mit dem Husky-Schlitten über den zugefrorenen See freuen wir uns auf den wärmenden russischen Wodka und das typische “Zakuski”. Auch wenn für die Schlittenfahrt Decken zur Verfügung stehen, sollte man sich unbedingt warm anziehen. Neben dem Schlittenführer oder “Musher” wird eine Person auf jedem Schlitten sein, die Russisch spricht und manchmal auch Englisch.

Russisches “Shashlik” BBQ und typische “Banya” (Russische Sauna) in einem traditionellen russischen Holzhaus auf dem Imadra See. Vor oder nach der Schlittenfahrt kommen wir in den Genuss einer gemütlichen Banya, der russischen Dampfsauna, in einer traditionellen Kabine. Wir werden unseren Blutkreislauf mit Birkenzweigen wieder in Schwung bringen. Anschließend werden wir uns bei einem typisch russischen BBQ mit den traditionellen “Shashlik”-Spießen wieder von unserem Abenteuer erholen – und uns mit einem Glas “Mors”, dem russischen Getränk schlechthin (aus Beerensaft und echtem Wodka), erfrischen.

Stopp in Apatity. Das zwischen dem Imandra See und dem Khibiny-Gebirge gelegene Apatity verdankt seinen Namen einem Mineral, dem Apatit, den man in großen Mengen in dieser Region gefunden hat. Gegründet wurde der Ort im Jahr 1926 mit nur sieben Einwohnern, inzwischen sind allerdings etliche Kulaken – frühere Landbesitzer, die während der kommunistischen Revolution enteignet und verfolgt wurden – hier sesshaft geworden. Mit Beginn des Jahres 1935 erlebte Apatity, bedingt durch die Entdeckung großer Vorkommen an Mineralien und durch die Weiterentwicklung des Bergbaus – ein beachtliches Bevölkerungswachstum. 1966 wurde es offiziell zur Stadt erklärt. Apatity ist das weltweit erste wissenschaftliche Zentrum in der Arktis. Etwa 100 km nördlich des Polarkreises gelegen, beheimatet die Stadt viele bedeutende Forschungseinrichtungen: Geophysik, Bergbau, Chemie, Wirtschaft, Mathematik, Mineraltechnologie, Polarbotanik, Bevölkerungsentwicklung in den Polarregionen u.a.m. Heute ist Apatity mit seinen 55.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in der Region Murmansk.